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Hochwasserkatastrophe in Westösterreich

Hochwasser-Katastrophe in Westösterreich: 200 Freiwillige Feuerwehrleute aus Nieder- und Oberösterreich in Tirol im Einsatz – Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte aus Ostösterreich bei den Aufräumarbeiten nach der Katastrophe! Ein Überblick über den Einsatz und weitere Hochwasserinfos aus der Region.


Die Ortschaft Nederle in der Gemeinde Kappl im Paznauntal!

BILDLINKS bzw. weitere Berichte hier auf Fire-World:
Hochwasser in Wörgl, Tag 1 bis 3
Hochwassereinsatz in Wörgl, Tag 4

Eindrücke aus Wörgl
Eindrücke aus Landeck, Teil 1
Eindrücke aus Landeck, Teil 2
Hochwasser-Livebericht aus Wörgl
Hochwasserassistenzeinsätze FF Hall
Assistenzeinsatz FF Gumpoldskirchen
Hochwassereinsatz in Wörgl, Tag 5 und 6

Update 28. August 11:40 Uhr
Feuerwehr-Großeinsatz: Sichern, aufräumen, Umweltschutzmaßnahmen

· Wieder 4283 Feuerwehrleute im mit Spezialgeräten im Einsatz – Feuerwehren stellen das größte und bestausgerüstete Hilfskontingent
• Landesfeuerwehrinspektor DI Alfons Gruber ist stolz auf die Leistungen der Feuerwehr
• Tagesalarmsicherheit ist jederzeit gewährleistet

Ungebrochener Leistungswille zeichnet die eingesetzten Feuerwehrleute an allen Einsatzstellen aus. Landesfeuerwehrinspektor DI Alfons Gruber ist stolz auf die Leistung der Feuerwehren und froh, dass in den stark betroffenen Gebieten keine Personenschäden zu beklagen sind. Bereits immense Arbeitsfortschritte zeigten sich bei einer Inspektion in Pfunds. Das Gefühl einen wertvollen Beitrag zur Behebung der Schäden beizutragen spornt die am 27. August tirolweit mit unglaublichen 4283 Mann im Einsatz stehenden Feuerwehrkräfte immer wieder an.

Einsatzsituation im Bezirk Landeck
Im am schwersten betroffenen Bezirk Landeck allein stehen 2558 Feuerwehrleute im Einsatz. Im vollen Umfang werden die Arbeiten weitergeführt die Feuerwehr-Hilfskräfte aus Südtirol, Oberösterreich und Niederösterreich sind weiter im Einsatz. Die insgesamt 150 öberösterreichischen Feuerwehrkräfte des Katastrophenhilfsdienstes werden voraussichtlich am Montag, 29. August 2005, ihre Arbeiten im Paznauntal abschließen. Die 100 im Paznauntal eingesetzten Feuerwehr-Katastrophenhelfer aus Niederösterreich verbleiben bis Mittwoch im Einsatzgebiet.
Aus den Bezirken Schwaz, Innsbruck-Land und Imst helfen 250 Mann. Am Sonntag kommen frische Kräfte aus dem Bezirk Lienz zur Hilfe. Das Paznaun, das Stanzertal und die Ortschaft Pfunds sind die Haupteinsatzgebiete. Ebenfalls kommen aus allen Bezirken Tirols die Feuerwehr-Flughelfer in Landeck zum Einsatz.

Bezirk Reutte: Massiver Kräfteeinsatz
Der Feuerwehrbezirk Reutte meldet die Abschnitte Oberes- und Unteres Lechtal sowie Reutte und Zwischentoren komplett im Einsatz. Massive Feuerwehrkräfte sind nach wie vor in den Orten Steeg und Pflach zusammengezogen. Zusätzlich sind Auspumparbeiten in Elmen und Bach notwendig. Einsturzgefährdete Objekte werden gesichert bzw. abgetragen. Einige Einsatzkräfte sind schon mit der Beseitigung von Flurschäden beschäftigt.

Bezirk Kufstein: Ende des Großeinsatzes absehbar
Der Feuerwehr – Großeinsatz im Bezirk Kufstein wird am Sonntag Abend großteils zum Abschluss kommen. In den Ortschaften Wörgl und Oberlangkampfen wird heute und morgen mit der Unterstützung von 40 Tiroler Feuerwehren versucht, dieses Ziel zu erreichen. Mehr als 170 Objekte sind in Wörgl von der Flut überschwemmt worden. Die Unterstützung aus Tirol kommt aus den Bezirken Innsbruck Stadt und Kitzbühel. Nachdem die schweren Pumparbeiten erfolgreich abgeschlossen werden konnten, haben die Hilfskräfte aus Südtirol am Freitag Abend und die Kräfte aus Nieder- und Öberösterreich am Samstag Abend die Einsatzstelle Richtung Heimat verlassen. Das Reinigen der ölverschmutzten Keller stellt nun einen Schwerpunkt für die Einsatzkräfte dar.


Ein Teil des Teams von Fire-World im Feuerwehrhaus Wörgl.

Wörgl: Pro Tag das Jahresaufkommen an Sperrmüll
Das durchschnittliche Jahresaufkommen an Sperrmüll beziffert Wörgls Abschnittsfeuerwehrinspektor ABI Franz Sollerer mit 2200 Tonnen. Allein am Donnerstag fielen in der Stadt Wörgl 2400 Tonnen Sperrmüll und am Freitag 3000 Tonnen an – Tendenz steigend! Eine besondere Herausforderung ist es, dafür eine funktionierende Logistik sicherzustellen. 700 Personen werden täglich in der Feuerwehr Wörgl mit warmen Mahlzeiten versorgt.

Sicherheit für Tirol ist jederzeit gewährleistet
Trotz der massiven Einsatzleistungen und des hohen Personaleinsatzes im Zuge der Hochwasserkatastrophe läuft der Feuerwehralltag in Tirol reibungslos. Brandschutz und Sicherheit für die Bevölkerung ist durch in Bereitschaft stehende Feuerwehreinheiten sämtlicher Feuerwehren lückenlos gewährleistet.

Update 26. August 18:00 Uhr

Presseaussendung am Freitag, 26. August 2005 um 18:00 Uhr

Tirols Landesfeuerwehrkommandant dankt Feuerwehrleuten
Feuerwehrleute aus Tirol, Südtirol, Oberösterreich und Niederösterreich bilden beim Katastropheneinsatz eine großartige Solidargemeinschaft.

Das freiwillige Feuerwehrwesen in Tirol, und jenes von Österreich und Südtirol bei der Katastrophe eine in Tirol noch nie da gewesene Bewährungsprobe hervorragend bestanden�, betont der Landesfeuerwehrkommandant von Tirol, Klaus Erler. Gleichzeitig spricht er allen in Tirol eingesetzten Feuerwehrleuten aus nah und fern den Dank des Landesfeuerwehrverbandes Tirol aus.
Es hat sich wiederum gezeigt, dass die Feuerwehr über Landes- und Staatsgrenzen hinaus eine großartige Solidargemeinschaft bildet, auf die man sich in jeder Situation verlassen kann. Bei Feuerwehrleuten werden Hilfe und kameradschaftliche Unterstützung selbst über Entfernungen von Hunderten Kilometern hinweg groß geschrieben werden�, so Klaus Erler weiter.

Einen besonderen Dank richtet der Tiroler Landesfeuerwehrkommandant an jene Arbeitgeber, die in den vergangenen Tages großes Verständnis für die notwenigen Einsatzmaßnahmen aufgebracht haben und Arbeitnehmer, die Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren sind, zum Katastropheneinsatz freigestellt haben. �Mit dieser Geste haben auch sie einen wesentlichen Beitrag zur Bewältigung eines Jahrhundertereignisses geleistet!�
Auch an diesem Wochenende werden die Feuerwehr-Einsatzmaßnahmen in den Katastrophenregionen Paznaun- und Stanzertal, in der Ortschaft Pfunds, in Wörgl und Langkampfen (Bezirk Kufstein) sowie in den Gemeinden Pflach und Steeg (Bezirk Reutte) massiv fortgesetzt.

Update 26. August 11:00 Uhr
Presseaussendung am 26. August 2005 um 11:00 Uhr
Ohne Feuerwehren geht gar nichts
Mit 2700 Einsatzkräften stellen die Feuerwehren auch am heutigen Freitag das mit Abstand größte und schlagkräftigste Kontingent an Katastrophenhelfern.

Die Hilfsmaßnahmen der Feuerwehren in Tirol konzentrieren sich nach wie vor auf Paznauntal, Stanzertal und Pfunds im Bezirk Landeck sowie auf Wörgl (Bezirk Kufstein).
In den Morgenstunden sind aus nicht oder wenig von der Katastrophe betroffenen Feuerwehrbezirken Tirols massive Kräfte in die schwer betroffenen Gebiete angerückt.
Aus dem Bezirk Kitzbühel unterstützen heute erneut 60 Feuerwehrleute und aus dem Bezirk Innsbruck-Land 100 Mann die Auspump- und Aufräumungsarbeiten in Wörgl.
Die örtlichen Feuerwehrkräfte sowie jene aus dem gesamten Bezirk Kufstein sind seit Beginn der Katastrophe voll mobilisiert.


Absetzen einer Oö. Feuerwehreinheit in Kappl!

Auch im Bezirk Landeck stehen die Feuerwehren der gesamten Region im Einsatz. Aus dem Bezirk Schwaz sind heute 90 Feuerwehrleute zusätzlich ins Paznauntal eingeflogen worden.
Die Feuerwehrkräfte aus dem Bezirk Reutte stehen in Pflach im Einsatz. Massive Feuerwehrkräfte aus dem Bezirk Lienz werden am morgigen Samstag zum Einsatz kommen und örtliche Kräfte unterstützen und ablösen.

Die massierten Personal- und Geräteeinsätze der Feuerwehren zeigen unterdessen Wirkung: beim Einkaufszentrum Cyta in Völs konnte der Großeinsatz beendet werden, die weiteren Arbeiten übernehmen die örtlichen Feuerwehrkräfte.
Feuerwehrhilfe aus Südtirol, Nieder- und Oberösterreich
150 Feuerwehrleute aus Südtirol stehen im Paznauntal sowie in Wörgl im Einsatz. Mit ihren leistungsfähigen Großpumpen konnten sie in Wörgl bereits mehrere überflutete Gebiete trocken legen.
141 Feuerwehrhelfer aus Niederösterreich sind nach wie vor im Paznauntal, in Pfunds und in Wörgl im Einsatz. Die Großpumen des nö. Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienstes sind am Donnerstag Abend zum stillstehenden Pumpwerk Wörgl verlegt worden, um das aus den überfluteten Gebieten abfließende Wasser zurück in den Inn zu pumpen. Mit den leistungsfähigen Spezialpumpen (sie waren auch in Lassing im Einsatz) können pro Minute 50.000 Liter abgepumpt werden.
80 Feuerwehrleute des Katatstrophenhilfsdienstes Oberösterreich sind großteils ebenfalls im Paznauntal im Einsatz.
Seit gestern unterstützt die Feuerwehr Ried im Innkreis die Auspumparbeiten in Wörgl, Donnerstag Abend sind von der Betriebsfeuerwehr Feurstein und der Feuerwehr Breit (beide Linz-Land) zwei Großpumpen mit je 15.000 Liter Förderleistung pro Minute nach Wörgl gebracht worden.
Die Freiwillige Feuerwehr Schwertberg, OÖ, unterstützt die Einsatzkräfte im Bezirk Reutte.

Ablöse und Einsatzverlängerung
Aus den oberösterreichischen Bezirken Berg und Grieskirchen ist eine Ablöse für die im Paznauntal eingesetzten oberösterreichischen Kräfte unterwegs. Im Lauf des Nachmittags sollen der Austausch der Mannschaft erfolgen. Der Einsatz der oberösterreichischen Feuerwehren wird jedenfalls bis Montag fortgesetzt, bei Bedarf ist laut Auskunft des Landesfeuerwehrverbandes Oberösterreich eine weitere Verlängerung des oberösterreichischen Unterstützungseinsatzes möglich.
Aus Niederösterreich treffen am Samstag frische Feuerwehrkräfte ein und lösen die Mannschaften in Pfunds, Ischgl, Nederle und Wörgl ab. Der Katastrophenhilfeeinsatz der niederösterreichischen Feuerwehren in Tirol ist vom Landesfeuerwehrkommando Niederösterreich bis Mittwoch verlängert worden.

Update 25.August 12:00 Uhr
Presseaussendung am 25. August 2005 um 12:00 Uhr
23.600 Feuerwehrleute bei Hochwasserkatastrophen in Österreich im Einsatz
Freiwillige Feuerwehren bei Aufräumungsarbeiten in Tirol und Vorarlberg die treibenden Kräfte! Einsatz geht heute in vollem Umfang weiter!

23.600 Feuerwehrleute pro Tag sind bei der Bewältigung der jüngsten Unwetter- und Hochwasserkatastrophe in den Bundesländern Steiermark, Niederösterreich, Kärnten, Salzburg, Tirol und Vorarlberg im Einsatz gewesen.
Diese eindrucksvollen Zahlen, die auch beim gestrigen Ministerrat präsentiert wurden, beweisen, dass die Freiwilligen Feuerwehren damit bundesweit die tragende Einsatzorganisation bei der Schadensabwehr und Schadensbekämpfung sind.

Eine Bewältigung der jüngsten Katastrophensituationen in sechs Bundesländern gleichzeitig wäre ohne Freiwillige Feuerwehren undenkbar.
„Der raschen Hilfe der Feuerwehren ist es zu verdanken, dass bis auf wenige tragische Einzelfälle Hunderte Gefährdete gerettet und rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten“ so der Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV), Ing. Manfred Seidl. Durch vorausschauende Maßnahmen der Feuerwehren ist es in zahleichen Fällen ebenso gelungen, Sachwerte vor der Zerstörung zu bewahren.

Feuerwehr-Großeinsatz geht heute weiter
Auch heute, Donnerstag, sind wieder Tausende Feuerwehrleute mit der Wiederherstellung der Infrastruktur sowie mit Aufräumarbeiten nach den verheerenden Verwüstungen beschäftigt.

Schwerpunkt der Feuerwehreinsätze ist nach wie vor das Bundesland Tirol.
Gestern, Mittwoch, sind dort 2376 Feuerwehrleute der örtlichen Feuerwehren im Einsatz gewesen. Heute Donnerstag, werden es neuerlich rund 2500 Feuerwehrmänner und -frauen sein, die ehrenamtlich und unentgeltlich ihren Beitrag zur Bewältigung dieser Katastrophe leisten.
Unterstützt werden die Tiroler Feuerwehren auch heute von Einheiten des Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienstes aus Niederösterreich (141 Mann) und Oberösterreich (59 Mann). Auch über die Staatsgrenze hinaus funktionieren Feuerwehrallianz und Kameradschaftshilfe: 150 Feuerwehrleute aus Südtirol bringen unter anderem leistungsfähige Schmutzwasserpumpen zum Einsatz.

In Vorarlberg sind gestern, Mittwoch, 30 Feuerwehren mit 400 Mann der örtlichen Feuerwehren mit Auspump- und Aufräumungsarbeiten nach dem Hochwasser im Einsatz gewesen, auch heute sind sie in gleicher Stärke an der Fortsetzung der Aufräumungsarbeiten. Eine Unterstützung durch Feuerwehr-Katastrophenhilfsdienste anderer Bundesländer ist laut Auskunft des Landesfeuerwehrkommandos Vorarlberg nicht mehr erforderlich. Vorarlbergs Landesfeuerwehrinspektor Ulrich Welte hat den Landesfeuerwehrverbänden und den Feuerwehren in Österreich einen herzlichen Dank für die zahlreichen Hilfeangebote ausgesprochen.
Probleme bereitet in Vorarlberg derzeit vor allem die Unterbrechung der Arlberg-Schnellstraße und der Arlbergbahn.

Feuerwehrleute arbeiten unentgeltlich
„Alle Freiwilligen Feuerwehrleute, die bei der Bekämpfung dieser Katastrophe ebenso helfen, wie bei Tag für Tag bei Routine-Schadensereignissen, leisten ihre Tätigkeit ehrenamtlich und unentgeltlich“ betont ÖBFV-Präsident Ing. Manfred Seidl. Während andere Hilfsmaßnahmen und �Kräfte aus diversen Budgettöpfen finanziert werden müssten, kostet der Personalaufwand der Freiwilligen Feuerwehren der öffentlichen Hand keinen Groschen. Im Gegenteil: „Ein Großteil der Freiwilligen Helfer, die ihre Arbeitsleistung unentgeltlich zur Verfügung stellen, nehme finanzielle Einbußen in Kauf oder verwende den Erholungsurlaub, um Menschen in den Katastrophenregionen helfen zu können“ so der Präsident der 325.000 Feuerwehrleute Österreichs.

„Stehen im Wohnzimmer auf Felsbrocken“
Alle Feuerwehr-Katastrophenhelfer aus Öberösterreich und ein Großteil der Mannschaft aus Niederösterreich sind im Tiroler Paznauntal eingesetzt, das nur über eine Luftbrücke erreichbar ist. Helfer und Geräte sind gestern mit Hubschraubern ins Paznauntal eingeflogen worden.

Brandrat Ignaz Mascha aus Niederösterreich über die Einsatzsituation in Ischgl: „Art und Ausmaß der Zerstörungen sind enorm. Keller und Erdgeschoss von Häusern sind nicht nur mit festem Schlamm, sondern vor allem auch mit Schotter und Geröll aufgefüllt. In den einstigen Wohnzimmern von Häusern steigen wir über Felsbrocken! Dort, wo sich noch vor wenigen Tagen die Straße war, hat sich der Trisanna-Fluss ein neues Bett gegraben während das alte Flussbett nahezu trocken ist.“
Knochenarbeit sei für die Helfer in Ischgl angesagt, so Bradrat Mascha: „Unsere Feuerwehrleute können nur mit Schaufeln abeiten, um das Material mühsam aus den Häusern heraus zu bekommen.“ Man würde alleine in Ischgl gut ein Dutzend Bagger benötigen, so der Feuerwehroffizier, doch am Landweg ist das Tal nach wie vor nicht erreichbar.

Die Feuerwehr-Einsatzkräfte aus Niederösterreich sind in Ischgl nach der Katastrophe die ersten auswärtigen Helfer gewesen. Auch Feuerwehrkräfte aus Südtirol helfen in Ischgl, sie haben Schlammpumpen im Einsatz, um zähflüssiges Material aus Häusern zu entfernen.
Ähnlich die Situation in den Paznauntal-Ortschaften Kappl und See, wo die Feuerwehrkräfte aus Oberösterreich eingesetzt sind. Restwasser wird aus Kellern ausgepumpt, Geröll aus Häusern geschaufelt. Große Probleme bereitet nach wie vor die Kommunikation, da nur ein einziges Mobilfunknetz funktioniert.

Ein Feuerwehr-Katastrophenhilfszug aus Niederösterreich ist mit schwerem Gerät in der Ortschaft Pfunds eingesetzt, das herabstürzende Wildbäche in eine gigantische Geröllhalde verwandelt haben. Häuser sind dort bis zum ersten Stock von Gesteinsmassen verschüttet. Für die Feuerwehrleute aus Niederösterreich gilt es, 25 Einfamilienhäuser und sechs Hotels auszupumpen und von Schlamm und Geröll zu befreien.

Ein weiterer Feuerwehr-Katastrophenhilfszug aus Niederösterreich befindet sich in Wörgl im Einsatz, wo mit Hochleistungspumpen aus dem überschwemmten Industrie- und Gewerbegebiet von Wörgl rund 40.000 l/min abgepumpt werden. Auch eine Einheit der Berufsfeuerwehr Bozen, Südtirol, ist mit Hochleistungspumpen angerückt und hat mit Arbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden begonnen.

Feuerwehrleute aus den östlichen Bundesländern unterstützen ab heute, Mittwoch, die Einsatzkräfte in Tirol und bringen der vom Hochwasser schwer geprüften Bevölkerung effiziente Hilfe. Mannschaften und Geräte werden hauptsächlich in der Region um Landeck sowie im Paznauntal eingesetzt, das nach wie vor am Landweg nicht erreichbar ist. Mannschaft und Geräte werden deshalb mit einer Hubschrauber-Luftbrücke eingeflogen.

Aus Oberösterreich sind um 7.30 Uhr früh 57 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen in Landeck eingetroffen. Mit den mitgebrachten 25 Pumpen, zehn Notstromaggregaten und Schanzwerkzeugen werden sie in Kürze ins Paznauntal geflogen, wo sie in den verwüsteten Ortschaften mit Aufräumungsarbeiten beginnen und Keller auspumpen werden.

Aus Niederösterreich treffen in Kürze 141 Feuerwehrleute ein. Sie führen auch schweres Gerät mit sich, nämlich:
* 10 schwere Pumpen (Lassing-Pumpen) mit einer Leistung von 5000 l/min
* 70 leichte Pumpen mit einer Leistung von 1500-200l/min
* 3 große Stromaggregate 125 kVA
* 33 kleine Stromaggregate 10-13 kVA
* 13 Motorkettensägen
* 7 Seilwinden
* 4 Greifzüge
* 7 Kräne
* 4 Hochdruckreiniger
* 4 Tanklöschfahrzeuge (für Wassertransport bzw. zum Straßenwaschen)

Die Anfahrt der Einsatzkräfte aus Ostösterreich gestaltete sich wegen der Straßensperren schwierig, nur über stundenlange Umwege konnten sie ins Katastrophengebiet gelangen. In Tirol und Vorarlberg stehen auch heute wieder rund 17.000 Feuerwehrleute der örtlichen Feuerwehren im Einsatz.

Die Pressestelle des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes – bestehend aus Gottfried Bauer und Hermann Kollinger – wurde in Landeck aufgebaut und wird Sie über die weitere Entwicklung des Katastropheneinsatzes informieren.

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