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Stmk: Haus durch Mure weggerissen – zweite Frau gestorben

Gasen (Stmk): Nach mehreren Murenabgängen ist in der Nacht auf Montag, dem 22. August 2005, in Gasen (Bezirk Weiz) ein Wohnhaus zum Teil weggerissen worden. Eine Frau konnte nur noch tot geborgen werden, eine weitere erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Die beiden Frauen – eine 50-Jährige und ihre 77-jährige Schwiegermutter – befanden sich nach Angaben der Feuerwehr im Haus der Pensionistin, als dieses von den Schlammmassen weggerissen wurde.

„Das Haus ist durch die Vermurung zum Teil weggerissen worden. Wir haben dann mit der Rettungshundebrigade in der Nacht gesucht und die Schwiegertochter dann vor dem Haus in einem Biotop gefunden; da sind so Blaserl aufgestiegen, das haben wir abgepumpt, und unter Trümmern im Biotop drinnen ist die Frau dann gelegen“, sagt Erwin Gruber, der Bürgermeister von Gasen. Die 77-jährige Besitzerin des Hauses erlitt lebensgefährliche Verletzungen, denen sie am Montag im Krankenhaus Bruck/Mur erlag. Der Ehemann der Toten wird vom Kriseninterventionsteam betreut. Er war am Abend zur Arbeit nach Bruck an der Mur gefahren und konnte wegen des Hochwassers nicht mehr nach Gasen zurück, sagte Bürgermeister Gruber. Ein Nachbar, dessen Haus ebenfalls von einer Mure erwischt wurde, zog sich mehrere Rippenbrüche zu.

Glück hatte eine Familie in Stubenberg am See im Bezirk Hartberg: Ihr Haus war nur über eine Holzbrücke über die Feistritz erreichbar – diese Brücke wurde aber vom Hochwasser weggerissen. „Wir sind alamiert worden, dass die Brücke weggerissen worden ist, und dann ist die Feistritz über die Ufer getreten. Wir haben die Evakuierung der fünf Personen eingeleitet, die dort im Haus waren. Das Wasser ist da schon bis auf einen halben Meter ans Haus herangekommen“, sagt Feuerwehrmann Matthias Haider, der bei der Bergung des Paares und seiner drei Kinder im Einsatz war; alle fünf blieben unverletzt.

Die Situation in Gasen bleibt weiterhin angespannt: Im Hang oberhalb des Ortes gibt es laut Landeswarnzentrale Risse, ein Geologe und das Bundesheer klären zurzeit ab, ob Gefahr für die Bevölkerung besteht; auch ein Hubschrauber des Innenministeriums ist im Einsatz. „Es wurden bereits fünf Wohnhäuser evakuiert, wir versuchen, dass wir die Bewohner bei den Verwandten unterbringen. Es ist noch keine Entspannung in Sicht, es ist noch immer Wasser und Erdrutsche da, es ist nicht einfach für uns“, sagt der Einsatzleiter der Feuerwehr, Karl Ebner.

Unmittelbar neben zwei Wohnhäusern sind weitere Muren abgegangen; vermutlich müssen rund 40 bis 50 Häuser evakuiert werden.

ORF Steiermark

Update: Nachdem ein Murenabgang in der Steiermark Sonntagabend im steirischen Gasen ein Haus zerstört und ein Todesopfer gefordert hat, ist die Lage in der rund 50 Kilometer von Graz entfernten Ortschaft weiter angespannt.
Da weitere Hangrutschungen befürchtet werden, mussten bisher 15 Häuser evakuiert werden. Zudem könnten die Bewohner weiterer 50 Häuser in der Region diese verlassen müssen. Sachverständige versuchten an Ort und Stelle derzeit die Gefahr für die Bevölkerung einzuschätzen.

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