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W: Passagierschiff rammte Tankschiff

Wien: Auf der Donau nahe der Reichsbrücke ist am Morgen des 12. August 2005 ein Passagierschiff auf ein Tankschiff aufgefahren. Eine Person wurde leicht verletzt. Ursache ist möglicherweise ein technisches Gebrechen.

Das mit rund 160 Passagieren an Bord aus Bratislava kommende Schiff wollte kurz nach 7.00 Uhr gerade anlegen, als die Steuerung ausfiel. „Während des Anlegemanövers kam es zu einem technischen Gebrechen. Die Elektronik ist auf der „Viking Star“ ausgefallen. Dadurch wurde das Passagierschiff manövrierunfähig“, sagte Werner Matjazic von der Wiener Polizei. Der Kapitän konnte weder steuern noch bremsen.

Die Viking Flusskreuzfahrten GmbH konnte die Angaben der Polizei nicht bestätigen. Die Untersuchungen durch einen Sachverständigen seien noch nicht abgeschlossen. Jedenfalls krachte die „Viking Star“ zunächst gegen einen leeren Tanker, der wiederum einen Landungssteg versenkte.

An diesem Landungssteg waren noch zwei Tankschiffe festgemacht. Der Kapitän eines dieser Tankboote machte sich gleich zwei Mal verdient. Zunächst konnte er sein Schiff vor dem herannahenden Passagierschiff in Sicherheit bringen.
Dann gelang es ihm auch noch, das zweite Tankschiff, das sich bei der Kollision vom Landungssteg losgerissen hatte und die Donau hinuntertrieb, mit seinem Schiff einzuholen und zu sichern.

Der vom Passagierschiff gerammte Tanker touchierte nach dem Landungssteg dann noch ein weiteres Tankschiff und schlug durch den Aufprall leck. Ein Matrose auf dem Tanker wurde leicht verletzt. Die Feuerwehr war mit 40 Mann im Einsatz. Sie konnte das Leck abdichten. Treibstofftanks wurden bei dem Unglück nicht beschädigt. Es floss weder Öl noch Diesel aus. Gefahr für die Umwelt bestand daher nicht.

Die Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt. Experten schätzen, dass er in die Millionen gehen könnte. Die schwimmende Tankstelle oberhalb der Reichsbrücke bleibt voraussichtlich bis Ende nächster Woche geschlossen, hieß es.

Link zum Artikel und zu den Fotos: orf.at

Auf firefighter.at dem Online-Magazin der Wiener Berufsfeuerwehr gibt es ebenfalls einen Bericht samt Bildern vom Unfall.

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