Bgld: 17 Tonnen Lebensmittel landeten im Straßengraben
Schweres Gerät wurde am Donnerstagabend auf der S31 bei Weppersdorf aufgefahren.
Ein mit 17 Tonnen Lebensmittel beladender Sattelschlepper war von der Fahrbahn abgekommen. Die Freiwilligen Feuerwehren waren bis in die späte Nacht mit der Bergung beschäftigt.

„Es ist eigentlich ein kleines Wunder, dass niemand verletzt wurde“, so ein Feuerwehrmann an der Einsatzstelle am Donnerstagabend. Denn mitten im Berufsverkehr war zwischen Sieggraben und Weppersdorf ein Sattelschlepper mit rund 17 Tonnen Lebensmitteln von der Fahrbahn abgekommen. Der ungarische Lenker verriss daraufhin das Fahrzeug und schlitterte über die gesamte Fahrbahn in den gegenüberliegenden Straßengraben. Der Sattelauflieger kam auf der Gegenfahrbahn zum Liegen. Entgegenkommende Autos konnten zum Glück rechtzeitig bremsen. Warum der Fahrer der Herrschaft über sein Fahrzeug verloren hatte, ist noch unklar.
Ein Großaufgebot von Feuerwehrmännern war in den darauf folgenden Stunden mit den Bergearbeiten beschäftigt.

Schwerer Kran aus Wr. Neustadt im Einsatz
Nachdem sich die Feuerwehren Weppersdorf, Oberpullendorf und Sieggraben nicht in der Lage sahen, den Sattelauflieger und vor allem den im Graben steckenden LKW selbst zu bergen, wurde der 55 Tonnen Kran aus Wiener Neustadt angefordert. Dieser konnte gegen 23 Uhr den Sattelauflieger bergen. Und auch der Sattelschlepper selbst, konnte gegen 1 Uhr geborgen werden. Zuvor hatten die 41 eingesetzten Florianis in mühsamer Handarbeit die 17 Tonnen Lebensmittel, die für einen steirischen Supermarkt bestimmt waren, umgeladen. Die Burgenlandschnellstraße musste während der Bergearbeiten zwischen 21.30 Uhr und 1 Uhr komplett gesperrt werden. Insgesamt 13 Feuerwehrfahrzeuge von 4 Feuerwehren standen im Einsatz.

Beim Unfall wurde der Tank des Sattelschleppers beschädigt und Diesel trat aus. „Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehren konnten wir rund 900 Liter Diesel abpumpen und somit einen größeren Schaden für die Unwelt verhindern“, schildert Bezirksfeuerwehrkommandantstellvertreter BR Martin Reidl, der selbst vor Ort war.
