T: Hochwassereinsatz in St.Johann
Nach heftigen, lang anhaltenden Regenfällen stiegen die Pegelstände aller 3 durch St. Johann fliessenden Achen dramatisch an.
Bereits in den Morgenstunden wurden Kontrollfahrten entlang der Achen durchgeführt. Ebenso wurden die kleineren Bäche kontrolliert. Bei alle Gewässern war der Pegelstand stark steigend.
Um 09.00 Uhr traf sich der Krisenstab das erste mal in der Winterstellerkaserne zur Lagebesprechung.
Aufgrund der stark steigenden Wasserstände wurde der Katastrophenplan, der nach dem verheerenden Hochwasser im August 2002 ( siehe Einsatzarchiv auf unserer Homepage) installiert wurde, aktiviert.

Entlang der Reither Ache, die 2002 ganze Wohngebiete verwüstete, wurden gemeinsam mit Bauhofarbeitern Sandsäcke in doppelter Höhe aufgebaut – etwa 500 Meter.
Entlang der Großache, von der diesmal die größte Gefahr ausging, wurden die ca. 2000 Meter Hochwasserschutzbretter und etwa 10.000 Stk. Sandsäcke vorsorglich ausgeliefert.
Zur Unterstützung dieser aufwendigen Arbeiten wurden uns von der Winterstellerkaserne 70 Grundwehrdiener zugeteilt – ein herzliches Dankeschön dafür !!!
Die Fieberbrunnerache führte zwar auch Hochwasser, aber es bestand keine unmittelbare Gefahr eines Austrittes.
Nach einer weiteren Sitzung des Krisenstabes wurde um 18.00 Uhr begonnen alle Sicherungsmaßnahmen durchzuführen, weil für die Nachtstunden weitere heftige Niederschläge vorhergesagt wurden.
Um etwa 24.00 Uhr waren alle möglichen Vorkehrungen getroffen und man konnte nur noch abwarten – Gott sei Dank pendelten sich die Pegelstände ein bzw. begannen sogar leicht zu sinken.
Parallel zu diesen schweißtreibenden Arbeiten waren aber auch noch viele kleinere und größere Wassereintritte zu bekämpfen. Ebenso trat das Wiesenbachl an mehreren Stellen über das Ufer und mußte gesichert werden.

Um ca. 01.00 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte einrücken.
Es wurden aber die ganze Nacht Kontrollfahrten durchgeführt um bei einer eventuellen Zuspitzung der Situation sofort die Kameraden alarmieren zu können. Dies war jedoch nicht der Fall und so konnte der Einsatz in den Morgenstunden des 12. Juli beendet werden.
Die aufgebauten Hochwasserschutzeinrichtungen bleiben an der Großache etwa zwei Wochen bestehen, an der Reither Ache bleiben die Sandsäcke bis zum Herbst vor Ort.
Alles in allem war der einhellige Tenor, daß St. Johann i. T. diesmal im Vergleich zu anderen Gebieten ( Mittersill ! ) mit 2 blauen Augen davongekommen ist!
