Technisch

Sbg: Hochwassereinsätze und Suchaktion mit tragischem Ausgang

Bruck an der Glocknerstraße (Sbg): Die schweren Regenfälle der letzten Tage haben im Pinzgau schwerste Schäden angerichtet. Vor allem in Mittersill wurden fast 400 Häuser bis ins Erdgeschoß überflutet, nachdem ein Damm gebrochen war.

Aber auch in Bruck hatte die Freiwillige Feuerwehr alle Hände voll zu zu um das enorme Hochwasser zu bekämpfen.

Erste Alarmierung war am Montag, dem 11. Juli 2005, um 8 Uhr Vormittags, als die Salzach bereits einen bedrohlichen Wasserstand hatte und an mehreren Stellen über die Ufer zu treten drohte. Die Safebrücke musste umgehend gesperrt werden, da ständig Treibholz vom Brückenpfeiler entfernt werden musste. Hierzu wurden in Bruck 2 Lkws und ein Traktor eingesetzt.

Im Bereich der Lukas Villa musste am frühen Nachmittag bereits eine Sandsackbarierre errichtet werden, um die stündlich steigende Salzach vom Gebäude fernzuhalten. Mit Hilfe eines angeforderten Betonmischwagen konnten binnen kürzester Zeit genügend Sacdsäcke gefüllt werden, um das Wasser vom Gebäude fernzuhalten. Hier wurden während der gesamten Hochwasserphase kontrolliert und undichte Stellen nachgebessert.

Innerhalb der 3 Tage des Hochwassers musste die Freiwillige Feuerwehr Bruck zu über 45 Einsatzstellen ausrücken, um Schutzdämme zu errichten, Keller auszupumpen und schwere Vermurungen zu beseitigen.

Durch eine Mure ist im Bereich der Gutsverwaltung Fischhorn ein enormer Schaden entstanden. In der Nacht von Montag auf Dienstag, 12. Juli 2005, löste sich oberhalb der Gutsverwaltung durch die starken Regenfälle einen große Mure die 2 Brucken mit sich riss und den gesamten Bereich bis zur Thumersbacherstrasse vermurte. Hierbei wurde aus ein geparktes fahrzeug erfasst und gegen eine Hausmauer gedrückt. Es wurde umgehend ein in Bereitschaft stehender Bagger alarmiert, da das Wasser ein Wohnhaus bedrohte. Hier allein entstand großer Sachschaden.

Als sich am Mittwoch, dem 13. Juli 2005, die Hochwassersituation zu entspannen begann, konnte damit begonnen werden, die Keller der Häuser auszupumpen, die in direkter Nähe zur Salzach standen. Ende der Hochwassereinsätze in Bruck war am Mittwoch Abend um 20:00 Uhr.

Am Donnerstag um halb 7 Uhr morgens rückte das Brucker TLF zur Hilfeleistung nach Mittersill aus. Hierbei waren die Kameraden Langreiter Franz,Plaickner Christian, Lederer Martin, Kröll Otto, Wind Alfred, Fruhstorfer Kurt, Leimgruber Robert, Thanner Christoph und Kaserer Bernhard den ganzen Tag damit beschäftigt, die enormen Hochwasserschäden direkt an der Salzach in Mittersill zu bekämpfen. Hierbei wurde die FF Bruck von den Kameraden aus Fusch tatkräftig unterstützt, die mit einem KLF nach Mittersill ausrückten.

Am Donnerstagnachmittag rückt das Tanklöschfahrzeug erneut aus, um noch weitere Aufräumungsarbeiten durchzuführen.

Nur 15 Minuten nachdem die Mannschaft aus Mittersill wieder im Feuerwehrhaus eingetroffen war alarmierte dei LAWZ Salzburg die Feuerwehr Bruck zu einem neuerlichen Einsatz. In Niedernsill war ein Pkw mt 3 Jugendlichen in die Salzach gestürzt und versunken. Die Feuerwehren von Niedernsill bis Taxenbach treffen an den Salzachbrücken Vorkehrungen zur eventuellen Bergung der Verunfallten. Bis Mitternacht wurde die Salzach abgesucht und nach den Jugendlichen Ausschau gehalten. Ein Hubschrauber des Innenministeriums war ebenfalls mit einer Wärmebildkamera im Einsatz.

Am nächsten Tag, 15. Juli 2005, wurde leider wahr, was viele befürchteten. Das Fahrzeug wurde entdeckt und mittels Kran geborgen. Im Pkw fand man die ertrunkenen Opfer des Unfalls, ein 13- und ein 14-jähriges Mädchen. Der erst 16 Lenker des Fahrzeuges bleibt vermisst.

FF Bruck an der Glocknerstraße

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