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Oö: Überflutungseinsätze in Schärding

Schärding (Oö): Bereits in den Nachmittags- und Nachtstunden des 11. Juli 2005 ist der Inn in Schärding über die Ufer getreten und hat die Innlände überflutet.

Während der gesamten Nacht standen die Einsatzkräfte im Einsatz und unterstützten die betroffene Bevölkerung. In den Morgenstunden des 12. Juli 2005 wurden dann die Alte Innbrücke sowie der Burggraben für den Verkehr gesperrt. Gegen 07.30 Uhr mussten Lagerräume eines Gastronomiebetriebs sowie ein Museum geräumt werden.

Auf Grund der Prognose wurde gegen 9 Uhr die Katastrophenschutzleitung für die Stadt Schärding einberufen. Die Prognose für die Mittagsstunden liegt bei knapp 7 Meter. Das Stadtbad Schärding, ein Kurbetrieb, ein Gastronomiebetrieb sowie einige Wohnhäuser sind derzeit betroffen und teilweise überflutet. Die betroffene Bevölkerung im Bereich der Wohn- und Siedlungsgegend Brunnwies, Bahnhofstraße, Passauerstraße wurden vorinformiert und bereiten sich auf eine Räumung der Keller vor, sollte der Wasserstand 7 Meter überschreiten.

Weiters wurde die FF St. Florian alarmiert, welche derzeit damit beschäftigt ist Sandsäcke zu füllen. Die Einsatzkräfte werden vom Roten Kreuz sowie vom Landeskrankenhaus Schärding versorgt.

Update per 13.7.: In den frühen Nachmittagstunden wurde in Schärding der Höchststand am Innpegel von 688 cm erreicht. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr haben den ganzen Nachmittag über Kontrolltätigkeiten durchgeführt. Jene Einsatzkräfte, welche die ganze Nacht über im Einsatz standen wurden abgelöst und ruhen sich derzeit für die morgen beginnenden Aufräumarbeiten aus. Der Pegel des Inn wird nur langsam sinken, da im Oberlauf der Zubringer Regenfälle eingesetzt haben, welche jedoch zu keinem weiteren Anstieg des Pegels führen werden. In den Morgenstunden wird ein Pegelstand von 640 cm erwartet. Dieser Stand erlaubt erste Aufräumarbeiten, welche dann umgehend von den Einsatzkräften sowie dem Bauhof der Stadtgemeinde begonnen werden. Die Alte Innbrücke und der Burggraben bleiben jedoch die ganze Nacht über und voraussichtlich auch morgen Vormittag wegen der Aufräumarbeiten gesperrt.

Update Nr. 2 per 13.7.:Nachdem die Nacht über das Wasser leicht gesunken ist, konnte heute ab 7 Uhr mit den ersteh Aufräumarbeiten begonnen werden.

Mehr als 30 Kräfte von Feuerwehr, Bauhof und einem Privatunternehmen arbeiten seither fieberhaft an der Beseitigung der Schäden. Mehr als 70 cm hoch steht der Schlamm teilweise an der Innlände, welcher nun mit Baggern entfernt wird. Keller, Liftschächte, Lager- und Ausstellungsräume müssen mit Tauchpumpen, Wassersaugern und Wasserschiebern von Wasser und Schlamm gesäubert werden.

Nachdem seit den Mittagsstunden der Inn wieder in sein Flussbett zurückgekehrt ist, kann jetzt auch die gesamte Innlände gereinigt werden, um auch den Spaziergängern sofort wieder ein „schönes Schärding“ präsentieren zu können. Ein Großteil der Aufräumarbeiten kann voraussichtlich heute in den späten Abendstunden abgeschlossen werden. Weitere Reinigungs- und Aufräumarbeiten sind in den nächsten Tagen sicher noch erforderlich.

Update per 14.7.2005:
Die Aufräumarbeiten an der Innlände konnten heute (Mittwoch, 13. Juli) gegen 22 Uhr abgeschlossen werden. Morgen, Donnerstag kann nach der aufwändigen Gerätereinigung der Hochwassereinsatz in Schärding offiziell beendet werden.
Insgesamt waren beim Hochwasser 34 Einsatzkräfte der FF Schärding, 6 Einsatzkräfte der FF St. Florian, Helfer von Rotem Kreuz, Bauhof, einer Privatfirma und die Mitglieder der Katastrophenschutzleitung (Bezirkshauptmannschaft, Feuerwehr, Stadtpolizei, Polizeiinspektion, Rotes Kreuz, Stadtgemeinde) mit insgesamt 62 Personen im Einsatz.
An ca. 15 Schadensstellen wurden 35 Einsätze beginnend von Ausräumarbeiten über Abdichtmaßnahmen bis hin zu Auspump- und Reinigungsarbeiten bewältigt. Von den Einsatzkräften der FF Schärding wurden in diesen drei Tagen 611 freiwillige Stunden geleistet.
Der Höchststand wurde am Dienstag, 12. Juli gegen 15 Uhr mit einer Höhe von 688 cm (Normalstand 380 – 430 cm) erreicht, was einer ungefähren Wasserdurchflussmenge von 3.750 m³ pro Sekunde entspricht.

Besonders erwähnt sei an dieser Stelle, dass die Firma Hanslauer kostenlos Sand für die Sandsäcke bereitgestellt hat. Weiters bedankt sich die Feuerwehr bei jenen Personen in der Bevölkerung, welche die Einsatzkräfte teilweise mit Kuchen und Getränken versorgt hat – eine sicher nicht alltägliche Geste. Ausgezeichnet funktioniert hat die Zusammenarbeit mit der Stadtpolizei und dem städtischen Bauhof, welche auf diesem Weg auch einmal positiv erwähnt werden sollte.

FF Schärding

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