Ktn: Feuerwehren fordern Geld vom Bund
Kärnten: Mit 14.600 Einsätzen haben die Kärntner Feuerwehren 2004 ein Rekordjahr absolviert. Ungeklärt ist weiter, wer die Arbeitgeber der freiwilligen Helfer entschädigt. Am Mittwoch, dem 6. Juli 2005, wurde neuerlich eine bundesweite Regelung gefordert.
22.000 Feuerwehrleute waren im letzten Jahr 200.000 Stunden im Einsatz. Diese Fülle hat auch die Problematik verschärft, dass die meisten freiwilligen Helfer bei den Einsätzen ihren Arbeitsplatz Hals über Kopf verlassen müssen. Immer noch ungeklärt ist die Frage, wer ihre Arbeitgeber entschädigt. Seit Jahren steigt der Kostendruck in den Betrieben und es wird immer weniger gern gesehen, wenn die Feuerwehrleute einrücken müssen.
Feuerwehrreferent Peter Ambrozy (SPÖ) forderte deswegen am Mittwoch neuerlich die Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungsfonds und verlangt vom Bund eine finanzielle Unterstützung der Betriebe, die auf ihre Mitarbeiter im Falle eines Einsatzes verzichten müssen. Bis der Bund eine generelle Regelung einführt, überlegt das Land interimsmäßig einzuspringen, so Ambrozy: „Angedacht sind finanzielle Abgeltungen über Versicherungen und Tagsätze.“
Den Bund will auch Landesbranddirektor Josef Meschik zur Zahlung verpflichten. Schließlich würden die Freiwilligen Feuerwehren auch Einsätze wahrnehmen, von denen der Bund profitiert, etwa bei Wahlbränden und Einsätzen auf Autobahnen und Bahnschienen.
