Frankreich: Waldbrände aufgeflammt: 10.000 Urlauber gerettet
Frankreich: Mehr als 10.000 Urlauber an der Cote d’Azur sind am Dienstag, dem 5. Juli 2005, wegen eines Waldbrandes in Sicherheit gebracht worden.
Wie die Rettungskräfte mitteilten, brach das „sehr heftige“ Feuer in Puget-sur-Argens bei Frejus aus und fraß sich innerhalb von knapp drei Stunden bis zum späten Nachmittag durch eine etwa 800 Hektar große Fläche. Insgesamt seien sechs Campingplätze evakuiert worden. Die Flammen gingen von drei verschiedenen Stellen aus, was auf Brandstiftung schließen lässt.
Von zwei Campingplätzen bei Frejus brachte die Feuerwehr je 8.000 und knapp 3.000 Urlauber in Sicherheit, wie ein Behördensprecher mitteilte. Auf dem Campingplatz „Holiday Green“ waren demnach bereits einige Wohnwagen in Brand geraten.
Die Feuerwehr war in einem Großeinsatz mit etwa 400 Männern, neun Flugzeugen und zwei Hubschraubern vor Ort, um die Flammen im Schach zu halten. Ein kräftiger Mistralwind erschwerte die Arbeiten, weshalb die Feuerwehr ein Ausbreiten der Brände befürchtete. Da es auch unter einer Hochspannungsleitung brannte, musste für einen Teil von Frejus der Strom abgestellt werden. Die Autobahn A8 von Aix-en-Provence nach Nizza wurde zeitweise gesperrt.
In der Region waren in der Vergangenheit in Perioden mit starker Trockenheit und großer Hitze schon wiederholt Brände ausgebrochen. Die Gegend ist zu dieser Jahreszeit ein beliebtes Ziel für Urlauber aus allen Teilen Europas.
