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Bilanz der Interschutz 2005 in Hannover (D)

Hannover (Deutschland): Mit einer Rekord-Ausstellerbeteiligung, einem neuen, sich am verändernden Markt orientierenden Themenkonzept, einem begeisternden Aktionsprogramm und einem Besucherrekord, hat die INTERSCHUTZ / INTERPOLICE 2005 die im Vorfeld geäußerten Erwartungen deutlich übertroffen.

1 235 INTERSCHUTZ-Aussteller und 150 INTERPOLICE-Aussteller aus 46 Ländern (das bedeutet einen Auslandsanteil von 45 Prozent) waren in Hannover vom 6. bis 11. Juni auf einer Netto-Ausstellungsfläche von 93 124 Quadratmetern (INTERSCHUTZ: 89 399, INTERPOLICE: 3 725) mit dabei. Für sie war die Tandem-Messe, wie sie von Bundesinnenminister Otto Schily treffend genannt wurde, die Basis für die Anbahnung und Abschlüsse konkreter Geschäfte und ein Barometer für zukunftsorientiertes strategisches Handeln.

Deutschland war mit 781 Ausstellern auf der INTERSCHUTZ / INTERPOLICE 2005 die stärkste Ausstellernation. Erfreulich für die Sicherheits¬experten, die den Dialog auf internationaler Ebene suchten: Aus Großbritannien kamen 76 Aussteller, aus den USA 69 und aus Italien 57. Beein¬druckend war die starke Präsenz der neuen EU-Länder und des asiatischen Marktes: So waren 23 Aussteller aus Polen präsent, China stellte mit 48 Ausstellern ein starkes Kontingent.

Rund 140 000 Besucher, davon über 30 000 aus dem Ausland, kamen an den sechs Tagen auf das hannoversche Messegelände. Der Auslandsanteil betrug 22 Prozent und liegt damit deutlich höher als bei der Vorveranstaltung vor fünf Jahren in Augsburg (19 Prozent). Dies bedeutet einen Zuwachs von 30 Prozent gegenüber der Vorveranstaltung.

Der Fachbesucheranteil liegt in diesem Jahr bei 95 Prozent. Dies ist eine Steigerung von acht Prozent gegenüber dem Jahr 2000.

Besonders signifikant ist der Anstieg der Besucher aus Asien. Während in Augsburg 2 200 Gäste aus Asien die Messe besuchten, waren es in diesem Jahr 5 500. Dies ergibt eine Steigerung von 127 Prozent. Wie schon auf Ausstellerseite: Für Asiaten ist die INTERSCHUTZ inzwischen ein absolutes Muss.

Auch der Besuch der amerikanischen Interessenten ist deutlich gestiegen. Hier erhöhte sich die Zahl der Besucher von 1 200 auf 1 900 in Hannover – ein Zuwachs von 58 Prozent.

Während vor fünf Jahren 17 200 Mitarbeiter der Berufsfeuerwehren die INTERSCHUTZ besuchten, waren es in diesem Jahr 23 900 in Hannover. Auch hier ein Anstieg um 39 Prozent.

Erfreulich gewachsen ist auch der Besucheranteil aus allen Bereichen des Brand- und Katastrophenschutzes sowie des Rettungsdienstes. Insgesamt kamen 58 000 Besucher aus diesem Bereich nach Hannover. Das sind 68 Prozent mehr als bei der Vorveranstaltung.

Besonders hervorzuheben ist der Besuch der Zugführer auf der diesjährigen Messe. Statt 6 900 im Jahr 2000 kamen in diesem Jahr 12 800 Besucher. Dies ist eine Steigerung um 85 Prozent und zeigt die Bedeutung der INTERSCHUTZ auch für die mittlere Ebene der Feuerwehr-Organisationen.

Deutlich erhöht hat sich auch der Besuch von Geschäftsführern, Vorständen, Behörden- und Amtsleitern. Der Zuwachs beträgt gegenüber der Vorveranstaltung 33 Prozent.

Die Steigerung um 111 Prozent von Messegästen, die über die Vorbereitung von Investitionen und Einkäufen entscheiden, zeigt, dass auf der INTERSCHUTZ unmittelbar Geschäft generiert wird.

Mit der Vernetzung der Ausstellungsbereiche fanden Sicherheitsexperten aus aller Welt in Hannover neben innovativen und kundenorientierten Sicherheitslösungen eine „Plattform für den internationalen Dialog“, so Bundesinnenminister Otto Schily. Auf der INTERSCHUTZ / INTERPOLICE 2005 wurde zudem kontrovers diskutiert – sowohl über Digitalfunk als auch über gemeinsame Leitstellen und Zuständigkeiten im Katastrophenschutz.

„Die INTERSCHUTZ ist unbestritten die Weltleitmesse für Rettung, Brand- und Katastrophenschutz sowie Sicherheit. Sie stärkt das Gemeinschaftsgefühl und trägt wesentlich dazu bei, für weltweite Katastrophen präventiv gerüstet zu sein. Wir bewundern die Vielfalt der vertretenen Firmen, vor allem aber deren Innovationen. Die tägliche Zusammenarbeit zwischen Polizei und Feuerwehr spiegelt sich zum ersten Mal in einer gemeinsamen Ausstellung, INTERSCHUTZ / INTERPOLICE wider.

Dies scheint uns ein guter Anfang für die Fortsetzung einer gemeinsamen Ausstellungskonzeption zu sein“, zieht Hans Jochen Blätte, Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb), ein Resümee und setzt auf eine Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit auch im Jahr 2010.

Stephan Ph. Kühne, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Messe AG, Hannover: „Insbesondere an den Schnittstellen der etablierten INTERSCHUTZ zur neuen INTERPOLICE konnten wir unter Beweis stellen, dass diese Messe Maßstäbe setzt. Die INTERSCHUTZ ist bereits Leitmesse und hat ihre Posi¬tion weiter ausgebaut. Die Premiere der INTERPOLICE hat gezeigt, dass sie als Plattform für Sicherheitstechnik ein gutes Entwicklungspotenzial besitzt.“

Larry Drake, Marketing Director bei Search Systems, Bakersfield, USA: „Für uns bietet diese Messe die Möglichkeit, unsere Systeme dem europäischen Markt zu präsentieren. Mit der INTERSCHUTZ und INTERPOLICE schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe.“

„Die teilnehmenden US-amerikanischen Unternehmen verzeichneten eine sehr erfreuliche Anzahl von Geschäfts¬anbahnungen und -abschlüssen auf der Messe und bauten Kontakte mit einer Vielzahl von Distributoren auf, die zur Umsatzsteigerung auf dem europäischen Markt beitragen werden“, kommentierte Joachim Schäfer, Organisator des amerikanischen Gemeinschaftsstandes, die Beteiligung der amerikanischen Unternehmen. Die meisten US-Aussteller, so Schäfer, haben bereits ihre Absicht bekundet, an der nächsten INTERSCHUTZ wieder teilnehmen zu wollen.

Prof. Gerd-Rüdiger Marx, Vorsitzender des Fachverbandes Feuerwehrfahrzeuge und Feuerwehrgeräte e. V. im VDMA: „Die Aussteller sind mit den Ergebnissen der INTERSCHUTZ 2005 sehr zufrieden. Noch nie kamen so viele Fachbesucher zu dieser Messe, insbesondere die überraschend hohe Internationalität muss hervorgehoben werden. Die exzellenten Möglichkeiten des Messegeländes in Hannover haben eine gelungene Präsentation der Unternehmen und deren Produkte ermöglicht.“

Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes e. V. (DFV): „Die INTERSCHUTZ ist eine Messe, die Mut macht. Die Deutsche Messe AG hat mit dem erweiterten Angebot durch die INTERPOLICE Neuland betreten. Über den eigenen Tellerrand blicken – diese Maxime ist ungeheuer wichtig.“

Ad Rombouts, Marketingdirektor von Holmatro Rescue Equipment aus den Niederlanden: „Wir konnten von einer neu vorgestellten Unit 20 Stück an die Feuerwehr London verkaufen. Es gibt für uns keinen besseren Platz für die Produkteinführung als die INTERSCHUTZ.“

Auch Hans Graulich, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, betrachtet die INTERSCHUTZ als eine ideale Plattform für die Anbahnung konkreter Geschäfte. „Sehr viele kompetente Feuerwehrführungskräfte kommen auf die INTERSCHUTZ mit konkreten Kaufoptionen. Mit den verantwortlichen Einkäufern der Kommunen, mit denen man gemeinsam auf die Messe kommt, können so konkrete Vorhaben abgeschlossen werden.“

Aussteller berichten von konkreten Kaufab¬schlüssen, wovon man eingangs der Messe nicht unbedingt aus¬gegan¬gen sei. So schloss die Albert Ziegler GmbH & Co. KG mit der Stadt Leipzig einen Kaufvertrag über fünf Fahrzeuge auf der INTERSCHUTZ ab. Hinzu kommen nach Aussagen des Unternehmens weitere gute Geschäftsabschlüsse.

Die russischen Unternehmen, die sich auf der INTERSCHUTZ beteiligten, zeigten sich sehr zufrieden mit dem Erfolg ihrer Teilnahme. Vor allem der Besuch des russischen Katastrophenschutzministers, Sergei Schoigu, zeigt die Bedeutung der INTERSCHUTZ für Russland. Anlässlich des Besuchs des russischen Ministers unterzeichnete die russische Föderation einen Vertrag über den Kauf mehrerer Fahrzeuge mit der Iveco Magirus AG.

Gemeinsam mit den ideellen Trägern und Partnern der INTERSCHUTZ, der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb), dem Fachver¬band Feuerwehrtechnik im VDMA und dem Deutschen Feuerwehrver¬band e. V. (DFV), präsentierte die Deutsche Messe AG das Top¬ereignis der Branche. Die Premiere der INTERPOLICE 2005 hat das breite Ausstellungsspektrum der INTERSCHUTZ nicht nur um einen ausbaufähigen Schwerpunkt erweitert: Als Tandem haben INTERSCHUTZ und INTERPOLICE ihre internationale Kompetenz unter Beweis gestellt und eine historisch gewachsene und etablierte Messe für die Herausforderungen der Zukunft weiterentwickelt. „Wir stehen vor einem Wandel der Bedrohungen. Die Sicherheitsanforderungen haben sich verändert, die Trennung von Zivilschutz und Katastrophenschutz ist überholt“, sagte Bundesinnenminister Otto Schily, der für beide Veranstaltungen die Schirmherrschaft übernommen hatte.

Erstmals standen zur INTERSCHUTZ 2005 vier Thementage im Mittelpunkt des umfangreichen Rahmenprogramms, das sich um aktuelle Sicherheitsfragen drehte und das Ausstellungsangebot ideal ergänzte. Der einzigartige Mix aus kommerziellen und ideellen Anbietern sowie Fachforen und hochkarätigen Referaten haben INTERSCHUTZ und INTERPOLICE zu einem internationalen Schauplatz für Industrie und Handel, für Anwender, Verbände und Organisationen, aber auch für das interessierte breite Publikum gemacht.

INTERSCHUTZ 2005: Weltneuheiten, Trends und großartige Aktivitäten der ideellen Aussteller

In den Hallen 12, 13, 26 und 27, in den Pavillons P32 bis P35 und auf dem Freigelände präsentierte die INTERSCHUTZ das komplette Weltmarktangebot im Rettungs- und Sicherheitswesen sowie im Brand- und Katastrophenschutz – eine Plattform für modernste Technologien, Trends und Dienstleistungen. Julian Wagner, Vorstandsvorsitzender der Rosenbauer International AG aus Österreich: „Die INTERSCHUTZ ist unangefochtene Leitmesse der Branche.“

Als Plattform für Innovationen hat die INTERSCHUTZ einer Branche wichtige Impulse gegeben, die gezeichnet ist von Investitionsschwäche im deutschen Markt einerseits und hoher Wertschätzung deutscher Technik im Ausland andererseits. Margot Nijkamp-Diesfeldt, Communications Manager, Plastisol B. V., Glassfibre reinforced polyester constructions, Wanroij, Niederlande: „Für unsere Branche ist die INTERSCHUTZ das Schaufenster zur Welt. Sie ist die Plattform für neue und innovative Produkte schlechthin.“

Die meisten Aussteller waren in den Bereichen Fahrzeuge und Ausstattungen, Löschgeräte und Löschanlagen sowie Schutzausrüstungen vertreten. Sie präsentierten innovative, auf die persönlichen Bedürfnisse des Kunden zugeschnittene Konzepte. Heinrich Schlingmann, Geschäftsführer der Schlingmann Feuerwehrfahrzeuge GmbH & Co. KG: „Das heißt weg von Standardfahrzeugen und hin zu Spezial-Lösungen.“

Die 95 ideellen Aussteller (2000: 77 in Augsburg) unterstreichen den Stellenwert der INTERSCHUTZ als einzigartige Messe der Branche. Vor allem auf dem Freigelände konnten die Experten den Einsatz neuester Sicherheitstechnik live erleben. Das Technische Hilfswerk (THW) demonstrierte die Arbeit von Spürhunden in einem nachgestellten Trümmerszenario.
Und dass die Feuerwehren nicht nur Brandexperten sind, bewies beispielsweise die Höhenrettungstruppe der Berufsfeuerwehr Hannover an einer Kletterwand.

Besondere Anerkennung verdient die Feuerwehr Hannover, die im Vorfeld und während der Messe viel zum Gelingen beigetragen hat. Der Wettbewerb „TFA – Härtester Feuerwehrmann der Welt“ erwies sich als ein besonderer Zuschauermagnet. Die Johanniter-Unfallhilfe e. V. präsentierte sich mit einem Parcours zum Mitmachen und führte zahlreiche Fachkongresse und Sonderveranstaltungen durch. Oliver S. Bruse, Pressesprecher der Johanniter-Unfall-Hilfe, Landesverband Niedersachsen/Bremen: „Die INTERSCHUTZ bietet die Plattform, unsere Kernkompetenzen im Rettungsdienst und Katastrophenschutz einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen.“

Ein Schwerpunktthema der INTERSCHUTZ waren Neuheiten im Digital¬funk. Zukunftsweisende Innovationen im Bereich der Kommunikationstechnologie standen bei der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) im Mittelpunkt, die auf ihrem Stand die erste virtuelle Schule für Feuerwehrmänner und Sicherheitskräfte präsentierte. Neue Technologien stehen auf dieser Weltleitmesse gleichwertig neben neuen Management-Systemen. Sie schaffen Freiräume für neue Initiativen und schonen die schmaler werdenden Ressourcen.

INTERPOLICE 2005: Plattform für internationale Sicherheitsexperten
In der Halle 27 informierten sich die Fachbesucher über neu¬este Verfahren rund um die polizeiliche Arbeit und die Aufgaben von Sicherheitskräften. Der Kongress zur modernen Verkehrstechnik, das Treffen der deutschen Polizeipräsidenten sowie die Fachkonferenz „Sicherheits- und Krisenmanagement von Großlagen“ waren Foren für den internationalen Erfahrungsaustausch.

Die vernetzten Themengebiete von INTERSCHUTZ und INTERPOLICE 2005 boten als informative Plattform rund um die Themen Brandschutz, Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Sicherheit wertvolle Synergie-Effekte. Produkte und Technologien wie Schutzausrüstung und Kommunikationstechnik, die sowohl für Polizei als auch für Feuerwehren relevant sind, bildeten eine Schnittstelle zwischen beiden Ausstellungsbereichen.

„Durch diese neue Kombination hat sich die Messe zu der Fachmesse für Sicherheitsfragen entwickelt. Perspektivisch ist es der Veranstaltung gelungen, eine historisch gewachsene und etablierte Messe für die Herausforderung der Zukunft weiter auszubauen“, sagte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann. Alle Organisationen würden das gleiche Ziel verfolgen: Menschen in Notlagen zu helfen und Schaden abzuwenden. Deshalb sei es sinnvoll, eine Fachmesse gemeinsam zu veranstalten. Die Synergie-Effekte im Bereich Sicherheit seien für die Organisationen sehr wertvoll.

Die Verbindung von Ausstellung und attraktivem Rahmenprogramm bekam viel Lob. Sie gab hochkarätige Einblicke in aktuelle und zukünftige Sicherheitsanforderungen, -strategien und -maßnahmen. Im Zeichen der Sicherheit standen auch die zahlreichen Konferenzen, Symposien und Tagungen. Schwerpunkthema des 10. Deutschen Präventionstages, der parallel zur Messe stattfand, war die Gewaltprävention im sozialen Nahraum. Er ist das einzige nationale Kongress-Forum zum Thema Kriminalprävention in Deutschland und die größte Veranstaltung dieser Art in Europa.

Manfred Hommel, DaimlerChrysler: „Ich bin sehr positiv von der Ausstellerbeteiligung überrascht. Als Tandem-Messe zeigt die INTERSCHUTZ / INTERPOLICE, dass sie auf dem richtigen Weg ist, ihre internationale Kompetenz weiter auszubauen. Auch die gute Besucher¬frequenz beweist, dass das Konzept der Messe auf eine exzellente Resonanz gestoßen ist.“

Da der Deutsche Feuerwehrtag 2010 voraussichtlich in der ersten Junihälfte in Leipzig stattfinden soll, ist davon auszugehen, dass zeitgleich die INTERSCHUTZ / INTERPOLICE auch in Leipzig ausgerichtet wird. Träger und Veranstalter sind wiederum die vfdb und die Deutsche Messe AG.

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