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Japan: Bereits 91 Todesopfer nach dem schweren Zugsunglück

Japan: Die Zahl der Todesopfer des schwersten japanischen Bahnunglücks seit 40 Jahren ist am Mittwoch auf 91 gestiegen.

Über Nacht gruben Rettungskräfte 18 weitere Leichen aus den Trümmern. Trotz der schwindenden Hoffnung, noch weitere Überlebende zu finden, kämpften sich Helfer auch am dritten Tag nach dem Unglück durch die Waggontrümmer an Rande der Stadt Osaka.

Warum genau der Pendlerzug am Montag entgleist und in ein Mehrfamilienhaus gerast war, wurde noch untersucht. Daten aus dem Zugsystem zeigten, dass der Zug unmittelbar vor dem Unfall mit einer Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometer fuhr; 30 Stundenkilometer schneller als an dieser Stelle erlaubt waren. Überlebende hatten berichtet, der Zug habe Verspätung gehabt und der Fahrer vielleicht den Rückstand aufholen wollen.

Bei einer vorherigen Bahnstation sei er zunächst zu weit gefahren und habe zurückfahren müssen. Experten bezweifelten indes, dass überhöhte Geschwindigkeit die alleinige Ursache des Unglücks gewesen sei. Rund ein Dutzend Menschen wurden noch unter den Trümmern des vollständig zerstörten Zugs vermutet. „Die Rettungskräfte machen in der Hoffnung weiter, dass noch jemand am Leben sein könnte“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ein Lebenszeichen von Eingeschlossenen gab es nicht.

In Japan hat sich zum dritten Mal binnen drei Tagen ein Eisenbahnunglück ereignet. An einem Bahnübergang in Yokohama kollidierte am Mittwoch Morgen ein Zug mit einem Kleinbus, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer des Autos wurde den Angaben zufolge schwer verletzt, die rund 130 Bahnreisenden wurden nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Der Fahrer des Kleinbusses sei in dem Moment auf die Gleise gefahren, in dem sich der Zug genähert habe, hieß es weiter. Die näheren Hintergründe waren zunächst nicht bekannt.

Oö. Rundschau

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