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Bgld: „Atemschutzleistungsprüfung“ und „500 Grad und mehr“

Bezirk Oberpullendorf: „Der Ausbildungsstand der Atemschutzträger des Bezirkes steht auf sehr hohem Niveau. Das hat die diesjähre Atemschutzleistungsprüfung wieder einmal gezeigt“, resümiert Bezirksatemschutzreferent HBI Richard Greiner den am 16.4.2005 stattgefundenen Bewerb.

50 Atemschutztrupps – so viele wie schon lange nicht mehr – hatten sich der herausfordernden Prüfung gestellt. Dabei muss ein Atemschutztrupp, der aus drei Personen besteht, insgesamt vier Stationen absolvieren: eine Hindernisstrecke, wo verschiedne Aufgaben erfüllt werden müssen, eine Rettungsstrecke, wo eine 70-Kilo Puppe gerettet werden muss, die Station Fragen, wo die Theorie abgeprüft wird, und die Station „Masken zerlegen“, wo die Atemschutzträger zeigen müssen, dass sie mit dem Gerät, mit dem Sie arbeiten, auch vertraut sind.

Derjenige Trupp, der die Aufgaben am schnellsten und ohne viele Fehler erledigt, gewinnt schlussendlich den Bewerb.

Wie schon im letzten Jahr konnte die Freiwillige Feuerwehr Lockenhaus triumphieren. Sie belegte Platz eins und drei, zweiter wurde der Atemschutztrupp aus Mannersdorf.
Gelernt haben jedoch alle Atemschutzträger sowohl in der Vorbereitungsphase, als auch beim Bewerb selber einiges.

500 Grad und mehr
Schweißgebadet kamen Samstag und Sonntag insgesamt 120 Atemschutztrupps aus dem Bezirk Oberpullendorf von einer Übung der besonderen Art zurück: Denn erstmals hatten sie die Gelegenheit, den Atemschutzeinsatz unter Realbedingungen zu üben.

Ein Treppenhausbrand, ein Wohnzimmerbrand, ein Gasflaschenbrand und ein Küchenbrand – dieses Horrorszenarien beübten am Samstag und Sonntag beim Feuerwehrhaus Oberpullendorf 120 Atemschutztrupps von 60 Feuerwehren. Sie hatten erstmals die Gelegenheit, die Lösch- und Atemschutzarbeiten unter Realbedingungen in einem so genannten Atemschutzübungscontainer zu üben, damit die Florianis im Einsatzfall besser gerüstet sind. „Im Übungsraum herrschen Temperaturen zwischen 200 Grad um Boden und 500 Grad an der Decke. Daher ist es wichtig, dass die Feuerwehrleute in gebückter Haltung vorgehen“, erklärt Trainer Thomas Wegner die Einsatzbedingungen. Er gab den Trupps vor dem Atemschutzeinsatz wichtige Tipps und Tricks und erklärte den Männern und Frauen anschließend, was sie gut gemacht hatten und was weniger gut gelaufen war.

„Wir haben den Feuerwehren die Möglichkeit einer „heißen Ausbildungsphase“ gegeben“, erklärt Bezirksatemschutzreferent HBI Richard Greiner, der den Ablauf organisiert hatte. „Die Feuerwehren lernen hierbei, auf gewisse Vorkommnisse richtig zu reagieren, ohne dass sie sich dabei selber in Gefahr bringen.“ Bei den Teilnehmern wurde die Übung als sehr positiv empfunden, auch wenn sich Roland Sidlo von der FF Neckenmarkt bewusst ist: „Es ist wieder eine Simulation und im Brand ist es dann wieder ganz anders. Aber trotzdem war es eine super Übung und wir konnten alle viele Erfahrungen mitnehmen.“ Aber auch jene, die sich nicht selbst in den Container vorwagten, konnten allein beim zusehen viel lernen.

„Man kann die Tätigkeiten der Atemschutzleute und die Umgebungsbedingungen im Einsatzfall viel besser berücksichtigen, wenn man die Arbeit einmal selbst beobachten konnte“, erzählt Ortsfeuerwehrkommandant OBI Edi Winterer aus Weppersdorf.
Gelernt hat also an diesem Wochenende jeder etwas – ob Zuschauer oder selbst Teilnehmer. Dennoch bleibt zu hoffen, dass die Florianijünger die neuen Erfahrungen im Einsatzfall nie brauchen werden.

BFK Oberpullendorf

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