Oö: Großfeuer in Ebelsberger Reitstall – Es war Brandstiftung
Linz-Ebelsberg (Oö): Ein Feuer hat in den frühen Morgenstunden des 12.4.2005 die Reitsportanlage in Linz-Ebelsberg vernichtet.

Das Stallgebäude und der Werkstättenbereich brannten völlig nieder, aber auch anschließende Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen. Es war gegen 1.00 Uhr, als das Feuer im Bereich des Stallgebäudes ausbrach. Ein Mitarbeiter des Reitstalls entdeckte den Brand und alarmierte sofort die Einsatzkräfte.

Durch das viele Stroh und Holz breiteten sich die Flammen rasch aus, als die Einsatzkräfte anrückten, stand das Gebäude in Vollbrand. 26 wertvolle Reitpferde konnten rechtzeitig aus dem brennenden Stall geholt und in die große Reithalle gebracht werden.

Trotz der Bemühungen der Feuerwehren waren Stall und Werkstätte nicht mehr zu retten, auch ein Wohngebäude und das anschließende Gasthaus wurden schwer beschädigt.

Ein im Brandbereich gelagerter Flüssiggastank für die Heizung sowie in der Werkstätte gelagerte Gasflaschen mussten von den Feuerwehrmännern gekühlt werden. Der Schaden ist hoch, kann aber noch nicht genau beziffert werden. Auch die Brandursache ist noch völlig unklar.
Text: ORF Oö

Update per 13. April 2005:
Im Umkreis von zehn Kilometern war das Feuer zu sehen, das gegen ein Uhr früh die Werkstättengebäude und den im Gelände der Reitsportanlage des URC St. Georg befindlichen Gasthof Schloßtaverne in Linz-Ebelsberg vernichtete. Anrainer und ein Mitarbeiter des Gehöfts alarmierten die Feuerwehr. Diese traf wenige Minuten später am Brandort ein. Ihre wichtigste Aufgabe bestand darin, die Pferde rechtzeitig aus den Stallungen zu befreien.
„Durch das viele Stroh und Holz breiteten sich die Flammen rasch aus“, sagte Andreas Ilk, Einsatzleiter der Linzer Berufsfeuerwehr. 26 wertvolle Reitpferde konnten noch rechtzeitig aus dem brennenden Stall gebracht werden.

Aber nicht nur die Feuerwehren waren bei dem Brand gefordert. Um eine Acetylengasflasche zu „entschärfen“, musste die Polizei-Sondereinheit Cobra anrücken. „Die Flasche wurde mit fünf Leuchtspurgeschoßen beschossen, um sicher zu stellen, dass sie nicht explodieren kann“, sagt Einsatzleiter Ilk. Nachdem die Feuerwehr den Brand gegen vier Uhr früh unter Kontrolle bringen konnte, mussten sie gestern den ganzen Tag über am Brandort bleiben, um Glutnester zu bekämpfen.
Ermittlungen der Linzer Kriminalpolizei ergaben gestern, dass kurz bevor das Feuer ausgebrochen war in die Anlage eingebrochen wurde. Die Ermittler stießen in dem zerstörten Gebäude auf aufgebrochene Laden, aus denen Zigaretten und Getränke gestohlen wurden.
Ursache: Brandlegung
„Wir gehen davon aus, dass nach dem Einbruch Feuer gelegt wurde“, sagt Kripo-Chef Christian Grufeneder und ergänzt: „Die genaue Ursache zu ermitteln, ist sehr schwierig. Wir können nicht genau sagen, wo es seinen Ursprung hatte.“
Der Geschäftsführer der Reitsportanlage, Helmut Morbitzer, bezeichnete das Flammeninferno als „Albtraum“. Morbitzer eilte noch in der Nacht nach Ebelsberg, um gemeinsam mit Mitarbeitern und den Einsatzkräften die Pferde aus den Stallungen zu bringen.
Update Medien-Bericht ORF vom 13.4.2005
Die Ursache für das Feuer in einem Stallgebäude der Reitsportanlage Ebelsberg in der Nacht auf Dienstag in Linz dürfte geklärt sein. „Es war vorsätzliche oder fahrlässige Brandstiftung“, so Christian Grufeneder von der Linzer Polizei. Vor Ausbruch des Feuers sei ein Einbruch verübt worden. „Wir gehen von einem Zusammenhang aus“, so Grufeneder. Ein Mitarbeiter hatte den Brand entdeckt, 26 Pferde konnten in Sicherheit gebracht werden.
Unbekannte Täter drangen durch ein Fenster in die Anlage ein, brachen Laden auf und stahlen mehrere Weinflaschen und Zigaretten, so Grufeneder. Ob sie das Feuer vorsätzlich gelegt haben, stehe nicht fest. „Es genügt auch, wenn eine brennende Zigarette weggeschmissen wird“, sagte der Polizeisprecher. Die Suche nach dem Brandherd gestalte sich als äußerst schwierig, so Grufeneder. In dem Gebäude war „sehr viel“ Holz und Strohballen gelagert, das bei dem Feuer vernichtet wurde. Brandbeschleuniger – wie Benzin oder eine leicht brennbare Flüssigkeit – seien jedoch nicht gefunden worden. Die Schadenshöhe stand am Mittwoch noch nicht fest. Die Ermittlungen liefen auf Hochtouren.
ORF Oö
