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Rettungseinsatz: Frauen in Anhänger eingeschweißt

Nickelsdorf (Bgld): Gendarmen am Grenzübergang Nickelsdorf haben in der Nacht auf Donnerstag, den 7.4.2005, vier Frauen vermutlich das Leben gerettet. Die Frauen waren in Hohlräumen in einem Autotransportanhänger eingeschweißt und drohten zu ersticken. Auch die Feuerwehr kam zum Einsatz!

Den Versuch, illegal nach Österreich einzureisen, haben die vier Frauen aus der Ukraine fast mit dem Leben bezahlt. Sie lagen, eng aneinander gedrückt, in Hohlräumen eines Autotransportanhängers, als sie von den Gendarmen am Grenzübergang Nickelsdorf entdeckt wurden.

Aufgefallen sei den Gendarmen die untypische Bauweise des Anhängers, sagt Bezirksgendarmeriekommandant Andreas Kohs: „Die Beamten haben festgestellt, dass ein derartiger Hänger nicht geeignet ist, um ein Fahrzeug aufzunehmen. Dann haben die Beamten ihn genau untersucht und haben festgestellt, dass die Laderampe auf der Unterseite verplattet ist. Bei der Nachschau mit einer Videosonde wurden Haare entdeckt und damit war klar, dass dort Personen versteckt sind.“

In der Prüfhalle wurde der Anhänger genauer untersucht. Dabei stellten die Beamten fest, dass die vier Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren in die Hohlräume eingeschweißt sind. Um die Schweißnähte zu tarnen, war der Hänger wieder lackiert worden.

Feuerwehrmänner mussten die Frauen schließlich aus dem Anhänger herausschneiden. Die vier wurden vom Notarzt versorgt. Eine Frau musste kurzfristig ins Krankenhaus nach Kittsee gebracht werden. Alle vier Frauen waren extrem geschwächt.

Die Bergung sei gerade noch rechtzeitig gelungen, meint Kohs. „Der Gesundheitszustand der vier Personen war äußerst bedenklich, sie dürften schon länger im Hänger gewesen sein. die Personen waren extrem unter Atemnot, nachdem kaum Luftschlitze zum Atmen frei gelassen worden waren, die vier waren sehr schwach.“

Die vier Frauen wurden nach der Einvernahme nach Ungarn abgeschoben. Der Schlepper, ebenfalls ein Ukrainer, wurde festgenommen.

ORF Burgenland

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