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Schweiz: Elf Personen nach Anthraxalarm hospitalisiert

Emmen (Schweiz): Ein vermeintlicher Anthraxbrief hat am 1. April 2005 in der Luzerner Vorortsgemeinde Emmen Alarm ausgelöst. Elf Personen wurden vorsorglich ins Kantonsspital gebracht und mit Antibiotika behandelt. Das per Post bei einer Firma eingegangene Pulver entpuppte sich als Mehl.

Beim Logistik-Center der Telekomanbieterin Sunrise in Emmen war am Freitagmorgen per Post ein Couvert mit einem weißen Pulver eingegangen, wie die Luzerner Kantonspolizei mitteilte. Zwei Mitarbeiter, die direkt mit der zunächst unbekannten Substanz in Kontakt gekommen waren sowie neun Personen, die sich in den Büroräumlichkeiten aufgehalten hatten, wurden von der Feuerwehr evakuiert und durch herbeigerufene Spezialisten der Stützpunktfeuerwehr Zug dekontaminiert.

Anschließend wurden sie ins Kantonsspital Luzern gebracht und präventiv mit Antibiotika behandelt. Alle elf konnten das Spital im Verlaufe des Tages wieder verlassen. Im Einsatz standen laut einem Sprecher der Luzerner Strafverfolgungsbehörden über 50 Spezialisten.

Das ominöse Pulver wurde noch am Freitag vom Kantonalen Laboratorium untersucht worden. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um gewöhnliches Mehl handelte. Der Absender des Couverts mit dem Mehl war vorerst nicht bekannt. Die Luzerner Kantonspolizei hat zur Eruierung der Täterschaft Ermittlungen eingeleitet.

«Wir haben keine Hinweise, dass es sich um einen Aprilscherz handelte. Und wenn es einer gewesen wäre, dann wirklich ein ganz schlechter», sagte Simon Kopp von den Strafverfolgungsbehörden. Polizei und Feuerwehr seien jedenfalls in keinem Moment davon ausgegangen, dass es sich um einen Scherz handeln könnte und hätten die Angelegenheit sehr ernst genommen.

Züricher Zeitung

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