Nö: Wohnhaus nach Explosion in Vollbrand – Es war ein Brandanschlag
Gablitz (Nö): Am frühen Morgen des Ostersonntag, 27.3.2005, erreichten gegen 0:43 Uhr die Alarmzentrale Purkersdorf mehrere Notrufe von Passanten, welche berichteten das ein Wohnhaus in der Haydengasse in Gablitz explodiert sei und nun in Brand stehe.
Aufgrund der geschilderten Situation alarmierte der Diensthabende Disponent umgehend die Feuerwehren Gablitz und Purkersdorf (Alarmstufe B3). Bereits wenige Minuten nach der Alarmierung waren die ersten Einsatzfahrzeuge am Weg zum Einsatzort.

Vor Ort eingetroffen fanden die Purkersdorfer Einsatzkräfte ein teilweise zerstörtes Wohnhaus vor, welches sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Vollbrand befand. Sofort wurde mit den ankommenden Tanklöschfahrzeugen der Feuerwehren Gablitz und Purkersdorf (2 TLFA-4000, 1 TLFA-2000, 1 RLFA -2000) ein massiver Außenangriff gestartet.

An einen Innenangriff war zu dieser Zeit aufgrund der hohen Brandlast und akuter Einsturzgefahr nicht zu denken.
Durch den gleichzeitigen Einsatz unzähliger Rohre konnte der Brand relativ schnell niedergeschlagen werden. Allerdings flammte das Feuer immer wieder an verschiedenen Stellen des Hauses auf.

Ein gestarteter Innenangriff beschränkte sich beinahe ausschließlich auf den Bereich um die Eingangstüre, da ein weiteres Vorrankommen nicht möglich und zudem viel zu gefährlich war.

Gegen 3:45 konnte die FF Purkersdorf wieder ins Feuerwehrhaus einrücken, die Feuerwehr Gablitz stand auch in den Mittagsstunden – über 10 Stunden nach dem Brandausbruch – am Einsatzort und führt Nachlöscharbeiten durch bzw. stellt die Brandwache.

Ergänzende Medien-Meldung vom 28.3.2005:
Die zunächst mysteriöse Explosion in einem Einfamilienhaus in Gablitz ist ein Brandanschlag gewesen. Zu diesem Ergebnis kommen die Ermittler nach einer Untersuchung des Tatorts.
Mehrere Indizien lassen die Ermittler von einem einen Brandanschlag als Auslöser für die Explosion ausgehen. An mehreren Stellen im Haus war Benzin verschüttet. Auch der Gashahn sei wahrscheinlich ganz aufgedreht gewesen, sagen die Ermittler.
Nachbarn sagten gegenüber den Gendarmen aus, sie hätten kurz vor der Explosion um halb ein Uhr nachts einen Lichtschein im Haus gesehen. Eine aus Sicht der Ermittler möglicherweise aufschlussreiche Beobachtung: Als das Haus explodierte, war es menschenleer.

Nachbarn sagten gegenüber den Gendarmen aus, sie hätten kurz vor der Explosion um halb ein Uhr einen Lichtschein im Haus gesehen. Eine aus Sicht der Ermittler möglicherweise aufschlussreiche Beobachtung: Als das Haus explodierte, war es menschenleer.
Der Hausbesitzer kann vorerst keine Angaben machen, die den Ermittlern weiterhelfen könnten. Er ist im Krankenhaus und nicht vernehmungsfähig.
Der 64-Jährige hatte Glück. Als sein Wohnhaus explodierte, war er gerade außerhalb unterwegs. Auch sonst war niemand im Haus, es gab keine Verletzten.
Über ein mögliches Motiv für den Brandanschlag sagen die Beamten beim aktuellen Ermittlungsstand nichts. Sie rechnen damit, dass ihre Arbeit länger dauern wird.
Die Explosion beschädigte das Haus schwer. Die Wände wurden nach außen gedrückt, es besteht akute Einsturzgefahr. Unmittelbar nach der Explosion brach Feuer in dem Gebäude aus.
