Brand

Nö: Großbrand in Modlisch – für 16 Pferde kam jede Hilfe zu spät!

Modlisch/Schwarzenau (Nö): In den Nachtstunden des 16. März brach in einem landwirtschaftlichen Anwesen in Modlisch, Gemeinde Schwarzenau, ein Brand aus.

Als kurz vor 22.00 Uhr in der Landeswarnzentrale der Notruf einging, wurden unverzüglich die ersten Feuerwehren (Schwarzenau, Großhaselbach, Stögersbach, Echsenbach, Kleinreichenbach, Windigsteig und Vitis) alarmiert.

Die Hofeinfahrt bzw. die Scheune mit landwirtschaftlichem Gerät sowie der darunter liegende Pferdestall standen bei Eintreffen der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenau bereits in Vollbrand.

Nach kurzer Zeit wurden durch die Einsatzleitung weitere Tanklöschfahrzeuge über die Landeswarnzentrale angefordert. Somit wurden auch noch die Feuerwehren Großglobnitz, Göpfritz/Wild und Allentsteig nachalarmiert. In weiterer Folge wurden für den Aufbau der langen Zubringerleitungen auch noch die Feuerwehren Scheideldorf, Thaua und Sparbach zum Einsatzort beordert.

Nach Auskunft der Einsatzleitung stellte die Löschwasserversorgung ein großes Problem dar. Es mussten unter enormen Personal und Geräteeinsatz insgesamt 6 Zubringerleitungen mit einer Länge von je ca. 400m zur Thaya gelegt werden, damit die Einsatzkräfte an der Front genügend Wasser zum Schützen der angrenzenden Gebäude und zur Brandbekämpfung hatten.

Aufgrund des Ausmaßes des Brandobjektes entschloss man sich den Einsatzort in drei Einsatzabschnitte zu unterteilen, wobei in der Erstphase das Schützen der nur wenige Meter entfernten Gebäude die Hauptaufgabe darstellte. In weiterer Folge konnte man auch eine umfassende Brandbekämpfung durchführen. Zum Teil mussten die Feuerwehrmitglieder die Brandbekämpfung, aufgrund der starken Rauchentwicklung, mit Hilfe von Atemschutzgeräten durchführen.

Beim Brandobjekt handelte es sich um eine Pferdekoppel in der an die 30 (Renn-)Pferde gehalten wurden. Die Feuerwehren konnten 14 Pferde retten, für 16 Pferde kam jede Hilfe zu spät. Es handelte sich dabei um Rennpferde, die zum Teil auch auf Rennbahnen in Ebreichsdorf und Wien an den Start gingen.

Aufgrund des großen Aufgebotes an Einsatzkräften (13 Feuerwehren mit über 200 Feuerwehrmitgliedern) konnten eine Ausbreitung auf benachbarte Gebäude verhindert werden.
Das Schützen der Nachbargebäude sowie die Brandbekämpfung wurden mit 8 B-Rohren und 4 C Rohren vorgenommen, weiters wurden mit dem Atemluftkompressor an die 100 Pressluftflaschen gefüllt.

Im Einsatz waren:
Feuerwehr Schwarzenau mit RLFA 2000, KLF, KDOF und 20 Mitgliedern (Einsatzleitung)
Feuerwehr Großhaselbach mit KLF, KLFW und 23 Mitgliedern
Feuerwehr Stögersbach mit TLF 1000, MTF und 11 Mitgliedern
Feuerwehr Echsenbach mit TLFA 4000, TLFA 1000, KLF, Atemschutzanhänger und 25 Mitgliedern
Feuerwehr Kleinreichenbach mit KLF und 6 Mitgliedern
Feuerwehr Windigsteig mit TLF 1000, KLF und TSA und 25 Mitgliedern
Feuerwehr Vitis mit TLFA 2000, KDOF und 14 Mitgliedern
Feuerwehr Großglobnitz mit TLF 4000, LF-B und 18 Mitgliedern
Feuerwehr Göpfritz/Wild mit RLFA 2000, TLF 1000 und KDOF und 20 Mitgliedern
Feuerwehr Allentsteig mit RLFA 2000, TLF 2000 und 13 Mitgliedern
Feuerwehr Scheideldorf mit LF-B, MTF und 16 Mitgliedern
Feuerwehr Thaua mit TLF 1000, KLF und 16 Mitgliedern
Feuerwehr Sparbach mit KLF und 9 Mitgliedern

FF Göpfritz
FF Schwarzenau

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