Mix

Oö: Bund und Land nicht auf einer Wellenlänge bei neuem Funksystem

Oberösterreich: Ein österreichweit einheitliches Funknetz für Einsatzorganisationen scheint nun technisch machbar. Zur Finanzierung, wie sie sich der Bund vorstellt, kommt allerdings vom zuständigen Landesrat Josef Stockinger (VP) ein Nein.

In Tirol wurde bei der Universiade, einer Sportveranstaltung für Studierende, erstmals das Behördenfunknetz namens „Digital BOS Austria“ getestet. Der Nachfolger des gescheiterten „Adonis“-Projekts hat im Probelauf funktioniert. Tirol wird auf das für alle Einsatzorganistationen einheitliche Funksystem umsteigen.

Aus Oberösterreich sind dagegen ganz andere Töne zu hören: „Unsere Liebe zu Digital BOS Austria der Firma Tetron hält sich in Grenzen“, sagt Landesrat Josef Stockinger im Exklusiv-Gespräch mit den OÖN. Die Einführung von „BOS Austria“ würde Oberösterreich auf einen Schlag fünfzehn Millionen Euro kosten. „Das Innenministerim zahlt zwar die Entwicklung und die Wartung – die Errichtung von 220 Relaisstationen, und der Erwerb der 7500 Funkgeräte bleibt aber an uns hängen“, sagt Stockinger. Wobei ein mobiles Funkgerät 700 Euro kostet, ein Autogerät 1100 Euro. „Der Bund möchte momentan den österreichweit einheitlichen Behördenfunk auf Kosten der Länder installieren.“

Im Gegensatz zu Tirol benötigt Oberösterreich kein neues Funksystem. „Die Kommunikation unter den Einsatzkräften funktioniert, würde sich nur minimal verbessern“.

Dem Innenministerium bleiben laut Stockinger nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Finanzierung wird komplett neu überdacht, oder Oberösterreich stellt erst um, wenn ein Generationswechsel bei den bestehenden Geräten nötig wird. „Das wird aber nicht so bald der Fall sein.“

Oö. Nachrichten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert