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Norwegen: Brennendes Tankschiff noch nicht gelöscht

Norwegen: Der in Brand geratene Öltanker vor der Südküste Norwegens konnte am Samstag zunächst nicht gelöscht werden. Für die Einsatzkräfte gilt weiterhin höchste Alarmbereitschaft.

Es besteht die Gefahr einer Meeresverschmutzung. Der Tanker hat rund 800 Tonnen Treibstoff geladen. Es sei extrem schwierig, sich dem Schiff zu nähern, da durch den Brand giftige Gase freigesetzt würden, so die Einsatzkräfte.

Das Feuer auf dem 170 Meter langen und 29.990 Bruttoregistertonnen (BRT) schweren Tanker war in der Nacht auf Samstag im Maschinenraum ausgebrochen. Die 28 indischen Seeleute an Bord hatten vergeblich versucht, das Feuer selbst zu löschen.

Der Kapitän hatte den Brand zunächst nicht wie vorgeschrieben den Schifffahrtsbehörden gemeldet. Er habe lediglich von Navigationsproblemen gesprochen und erst auf ausdrückliche Anfrage das Unglück gemeldet. Daraufhin wurde sofort Großalarm ausgelöst, berichtete die Nachrichtenagentur NTB. Wenig später konnten die Besatzungsmitglieder von Bord gebracht werden. Die meisten von ihnen mussten mit Rauchvergiftungen im Krankenhaus behandelt werden.

Kurz vor dem Verlassen des Schiffes ließ der Kapitän noch den Anker werfen, um so die unkontrollierte Bewegung seines Schiffes zu stoppen. Der 1974 gebaute Tanker konnte zum Stillstand gebracht werden, bekam aber zunehmend Schlagseite. Vom Land aus waren mehrere Explosionen zu hören.

Später gelang es den Bergungsspezialisten den lichterloh brennenden Tanker wieder frei zu schleppen. Er wurde danach von der Küste weg auf die offene See gezogen und befindet sich inzwischen drei bis vier Seemeilen von der Küste entfernt. Der unter norwegischer Flagge fahrende Tanker befand sich mit Waren auf dem Weg von Liverpool nach Rostock.

Salzburger Nachrichten

Medien-Bericht II (Züricher Zeitung)
Der Tanker «Champion Fjord» ist vor der südnorwegischen Küste völlig ausgebrannt. Der Tanker, der nur wenige hundert Meter vor der Küste auf Grund gelaufen war, ist von der Küstenwache zuvor frei geschleppt worden. Wie die Küstenwache bestätigte, hatte der Kapitän Hilfsangebote zunächst ausgeschlagen.

Fünf Seemeilen vor der südnorwegischen Küste ist am Sonntag der Tanker «Champion Fjord» völlig ausgebrannt. Die Küstenwache bestätigte Medienberichte, wonach der Kapitän ein Hilfsangebot zunächst abgelehnt hatte. Er habe das Feuer nicht wie vorgeschrieben sofort gemeldet, sagten Sprecher der Küstenwache gegenüber norwegischen Zeitungen. Erst nach einer ausdrücklichen Anfrage habe der Kapitän über den Brand gesprochen. Hilfe lehnte er ab – die Besatzung habe die Lage unter Kontrolle.

Eine halbe Stunde später hatten sich die Flammen jedoch so weit in Richtung Oberdeck ausgebreitet, dass Helikopter die Besatzung an Land bringen mussten.

Mehrere Seeleute erlitten leichte Rauchvergiftungen. Nachdem die 28 indischen Besatzungsmitglieder gerettet worden waren, trieb das unbeladene Schiff brennend auf die Schären bei Sgne zu. Der 170 Meter lange und 29’990 Bruttoregistertonnen schwere Tanker lief wenige hundert Meter vor Land auf Grund und wurde später in einem Wettlauf mit der Zeit wieder in die offene See geschleppt.

Damit sollte die Gefahr einer Ölpest durch die 750 Tonnen Dieselöl für den Schiffsantrieb für die Küste vermindert werden. Der 31 Jahre alte Tanker war auf dem Weg vom englischen Hafen Liverpool Richtung Ostsee nach Rostock. Die Brandursache ist noch nicht geklärt. WWF fordert neue Sicherheitsmassnahmen Die zuständige norwegische Champion-Reederei in Bergen wollte sich weder zur Unglücksursache noch zum Verhalten des Kapitäns äussern. Der Word Wide Fund For Nature (WWF) forderte angesichts der Havarie vor Norwegen die Sicherheit auf See drastisch zu erhöhen.

Züricher Zeitung

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