Oö: Atemschutzträger am Prüfstand
Oberösterreich: Das schwere und vor allem umluftunabhängige Atemschutzgerät ist im heutigen Feuerwehrdienst nicht mehr wegzudenken. Brandeinsätze sind ohne diesem Geräte heute nicht mehr wegzudenken. Aufgrund der heutigen Vielfalt an Verbrennungsstoffen ist dieses Gerät auch bei kleineren Bränden bereits unbedingt erforderlich.
Aber auch techische Hilfleistungen erfordern immer wieder den Einsatz dieses wertvollen Gerätes.
Neben der gesundheitlichen Eignung des jeweiligen Geräteträgers ist es auch notwendig, den richtigen Umgang mit dem Gerät zu beherrschen. Weiters spielt natürlich auch die taktische Vorgehensweise im Einsatzfall eine wesentliche Rolle.

Um sowohl den richtigen Umgang mit dem Gerät als auch die taktische Vorgehensweise für die Geräteträger zu Verbessern, wurde seitens des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes die Leistungsprüfung „Atemschutz“ ins Leben gerufen. Neben dem theoretischen Begleitwissen sind hierbei auch vertiefte praktische Kenntnisse mit der Handhabung des Gerätes sowie dessen Zubehör gefragt. Neben der Berechnung des Luftverbrauches, dem korrekten Anlagen der Gerätschaftten des Wissens über das eigene – lebensrettende – Atemschutzgerät besteht diese Prüfung auch aus einer praktischen Übung.
In einer völlig abgedunkelten Strecke müssen die Feuerwehrleute, die in Trupps von jeweils drei Mann vorgehen, eine Art Hindernisparcours bewältigen. Dabei gilt es, auf der völlig abgedunkelten Strecke beispielsweise schwere Lasten zu heben, elektrische Anlagen außer Betrieb zu setzen oder auf Manometern die richtige Anzeige des Drucks abzulesen. Also Bedingungen, wie sie auch im Ernstfall vorhanden sind. Als Lichtquelle dient den Kräften lediglich der mitgeführte Handscheinwerfer.
Weiters muss eine Hindernisstrecke durchquert und eine simulierte Brandquelle geortet werden. All diese Schweiß treibenden Dinge finden im praktischen Einsatzfall zudem meistens unter starker Verqualmung mit schlechert Sicht oder über Null-Sicht statt.

Im Oö. Landes-Feuerwehrverband fanden nun die Ausbildung jener Feuerwehrleute statt, welche in der Folge in den einzelnenen Bezirken die Leistungsprüfung vor Ort abnehmen werden. Nach der bestandenen Prüfung treten diese Absolventen dann als Ausbilder auf und nehmen künftig hin die Atemschutzleistungsprüfungen in den einzelnen Bezirken ab.

„Mit dieser praxisnahen Leistungsprüfung soll der Umgang mit dem schweren Atemschutzgerät noch weiter forciert und die Kenntnisse vertieft werden“, so Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber.
