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Flutwelle Südasien: 490 Landsleute immer noch vermisst

Südasien – Österreich: Laut Außenministerin Ursula Plassnik (V) gelten seit Samstag 490 Österreicher nach der verheerenden Flutkatastrophe in Südostasien offiziell als vermisst.

Es sei bekannt, dass sich diese Personen in den am stärksten betroffenen Gebieten der Katastrophenregion befunden hätten. Trotz größter Bemühungen habe man mit ihnen bisher keinen Kontakt aufnehmen können: „Wir müssen sie als vermisst behandeln“, sagte Plassnik am Sonntag, dem 2. Jänner 2005, in Wien.

Was diese 490 betrifft, sei sie in großer Sorge, so die Außenministerin. Insgesamt bestehe zu 723 Österreichern kein Kontakt, bei den übrigen 233 Personen habe man aber bisher keinen Hinweis erhalten, dass sie zu Schaden gekommen seien.

Hunderte Opfer aus Österreich
Auf die Frage ob man angesichts dieser großen Anzahl vermisster Österreicher auch mit mehreren hundert österreichischen Todesopfern rechnen müsse, meinte die Ministerin: „Wir müssen uns darauf vorbereiten.“ Plassnik: „Wir können bisher nicht mit Sicherheit bestimmen, wann sie an welchem Ort waren.“

Die bisher befürchteten 130 Todesopfer aus Österreich seien in der jetzt veröffentlichten Vermisstenzahl von 490 beinhaltet. Sechs Todesfälle wurden bisher offiziell bestätigt. Insgesamt bestehe aber zu 723 Österreichern kein Kontakt.

Bei den übrigen 233 Personen habe man aber bisher keinen Hinweis erhalten, dass sie zu Schaden gekommen seien. Laut letztem Informationsstand hätten sich diese 233 vor allem auf den Malediven, in Burma (Myanmar), Indien, Indonesien und auch Kenia aufgehalten.

Mit Stand von Sonntag Mittag sind 1.659 Österreicher in 25 Linien- und drei Sonderflügen nach Hause gebracht worden, darunter 70 schwerer Verletzte, die liegend transportiert werden mussten. Vier Verletzte in Bangkok seien bekannt, aber derzeit nicht transportfähig. Alle anderen, die heimfliegen wollten und deren Aufenthaltsort bekannt war, seien zu Hause, so Plassnik.

Oö. Rundschau

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