Diskobrand Argentinien: Bub soll Todesfeuer ausgelöst haben!
Argentinien: Ein kleiner Junge soll die Brandkatastrophe in einer Diskothek der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires ausgelöst haben. Davon gehe die Staatsanwaltschaft aus, berichtete die Zeitung „Clarin“ am 3. Jänner 2005. Bei dem Feuer in der Nacht zum Freitag waren 183 Menschen ums Leben gekommen.
Der Tontechniker des Lokals habe gesehen, wie das weniger als zehn Jahre alte Kind auf den Schultern seines Vaters sitzend ein so genanntes Bengalisches Feuer entzündet und damit die aus Plastiknetzen bestehende Deckendekoration in Brand gesetzt habe. Bei dem Unglück während eines Rockkonzerts waren auch mehr als 700 Menschen vor allem durch giftigen Rauch verletzt worden.
Wären die Notausgänge nicht verschlossen gewesen, hätte das Tanzlokal trotz der Überfüllung binnen drei Minuten geräumt werden können, sagte ein Feuerwehrmann. Statt ein paar Wachen vor den Notausgängen zu postieren, seien die Türen jedoch mit Eisenketten verschlossen worden, damit sich keine Besucher ohne Bezahlung in das Konzert schleichen konnten.
Als die Feuerwehr die Türen von außen aufbrach, fand sie dahinter „einen Stapel Leichen“, berichtete „Clarin“ weiter. Dem festgenommenen Betreiber der Discothek „Republica Cromagnon“ wird deshalb Totschlag und Körperverletzung zur Last gelegt.
