Flutwelle Asien: Bereits von 200.000 Opfern die Rede!!!
Südasien: Die Schreckensbilanz des Seebebens in Südasien steigt ins Unfassbare, die Zahlen über in der Flutwelle Getötete werden ständig nach oben revidiert: Mittlerweile gehen die betroffenen Länder von 150.000 Toten aus, doch auch die Zahl von 200.000 wird bereits genannt.
Zumindest die Hilfe läuft nun jedoch auf vollen Touren. Angesichts des unfassbaren Ausmaßes der Katastrophe müssen die Helfer vorerst jedoch bewusst Hunderttausende von der Hilfe ausschließen.
Mit Stand vom Freitag rechnet allein die indonesische Regierung inzwischen mit 100.000 Toten. In Sri Lanka bestätigte das Büro der Präsidentin 28.475 Tote, 4.872 Menschen wurden noch vermisst. Die beiden Länder sind am schwersten von der Katastrophe betroffen. In Thailand starben nach offiziellen Angaben 4.500 Menschen. Vor allem dort sind viele Touristen unter den Opfern: Allein 2.027 Ausländer starben in der Provinz Phang Nga nördlich der Touristeninsel Phuket. In Indien spricht die Regierung von 12.000 Opfern.
Rettungskräfte warnten jedoch davor, dass das Schlimmste noch bevorstehen könnte: Fünf Millionen Menschen in der Region wurden durch die Flut obdachlos, haben keinen Zugang zu Trinkwasser und sind somit unmittelbar an Leib und Leben bedroht.
Eine Hungersnot und der Ausbruch von Seuchen ist beinahe unausweichlich. Umso fieberhafter arbeiteten Helfer vor dem Wochenende daran, die Tausenden Opfer zu bestatten. In Sri Lanka erwarten Experten mit Beginn der Regenzeit in der kommenden Woche den Ausbruch der Cholera. Insbesondere die geschwächten Kinder sind zudem durch das Dengue-Fieber bedroht. Es wird durch Mücken übertragen, die sich in der Feuchtigkeit und Wärme rasend schnell vermehren. Die Helfer stehen indes vor der Aufgabe, entscheiden zu müssen, wem sie helfen und wem nicht.
Das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) erklärte etwa am Freitag, man könne in Indonesien vorerst nur 100.000 Betroffenen helfen. Rund fünfmal so viel Menschen würden dort dringend Hilfe benötigen. Man stehe aber erst am Anfang der Hilfseinsätze, wurde betont. Am Sonntag beginnt das UNHCR mit einer Luftbrücke für die Nothilfe in dem indonesischen Katastrophengebiet Aceh. In Sri Lanka konnte das UNHCR bereits 20.000 Menschen mit Hilfsgütern versorgen, fügte UNO-Flüchtlingskommissar Ruud Lubbers hinzu.
Die Hilfsorganisationen betonen auch, dass die jetzt anlaufende Hilfe ohne die teils überwältigende Spendenbereitschaft von Privatpersonen auf der ganzen Welt so nicht denkbar wäre. Umso eindringlicher wird betont, dass Hilfe noch lange nötig sein wird. Auch die EU-Kommission prüft, ihre Hilfe für die Opfer des Seebebens um bis zu 300 Millionen Euro aufzustocken. Das sagte Entwicklungshilfe-Kommissar Louis Michel am Freitag in Brüssel. Bisher hat die Kommission insgesamt 33 Millionen Euro Soforthilfe bereitgestellt.
Hier geht’s zur Spendenaktion ‚Nachbar in Not‚
