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Brand eines Gefahrgut-Lkws im neuen Tunnel

Semmering (Nö): Die Sicherheitsanlagen haben beim Brand eines Gefahrengutttransporters am Mittwoch, dem 15. Dezember 2004, im Semmeringstraßentunnel Schlimmeres verhindert. Davon geht die Feuerwehr aus. Ein Gefahrenguttransporter brennt, es besteht Explosionsgefahr.

Die Feuerwehr gelangt rasch zum Unfallort und hat die Situation schnell unter Kontrolle. Verletzt wird niemand, die Schäden am Tunnel halten sich in Grenzen. So geschehen am Mittwoch im Semmeringstraßentunnel.

Die Sicherheitsstandards für diesen Tunnel entstanden in enger Zusammenarbeit mit den Feuerwehren. Das sagt der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant Herbert Schanda. Alle 250 Meter gibt es einen Notausgang (maximale Gehstrecke zu einem dieser Ausgänge ist 125 m), alle 125 Meter gibt es eine Notrufnische und eine Feuerlöschnische. Bei zweiröhrigen Tunnels wie dem Semmering gibt es außerdem alle 500 Meter einen Querschlag zur jeweils anderen Tunnelröhre. Das soll es Rettungsfahrzeugen ermöglichen, rasch zu wenden oder in die betroffene Röhre einzufahren, wenn sie von der anderen Richtung kommen.

Außerdem gibt es in jedem Tunnel eine Brandmeldeanlage und eine Videoüberwachung. Nach Einschätzung Schandas half am Mittwoch vor allem eine weitere Sicherheitsvorkehrung: Im Semmeringtunnel ist eine Schaumlöschanlage installiert. Sie ermöglichte es, den Brand rasch unter Kontrolle zu bringen.
In Niederösterreich sind im Zuge mit der Wiener Südumfahrung zwei weitere längere Tunnel in Vösendorf und Schwechat geplant. Hier sollen strengere Sicherheitsstandards gelten, sagt Schanda. Für die Fluchtwege sind engere Abstände geplant als im Semmering. Nicht geplant sind Sprinkelanlagen. Tests haben ergeben, dass sich diese in der Praxis nicht bewähren, so Schanda.

Vorgeschichte:
Zu einem Zwischenfall ist es am Mittwoch, dem 15. Dezember 2004, kurz nach Mittag im Semmeringstraßentunnel gekommen: Ein leerer Gefahrengut-Transporter begann zu brennen. Eine kaputte Batterie löste nach ersten Informationen einen Schwelbrand aus. Die starke Rauchentwicklung erschwerte die Löscharbeiten der Feuerwehr.

Der brennende Lkw war ein Gefahrenguttransporter, zum Zeitpunkt des Unfalls war er aber unbeladen. Gefahr für die Umwelt bestand zu keinem Zeitpunkt. Verletzte gab es nicht. Der Lenker des Lkw konnte sich in Sicherheit bringen und alle im Tunnel befindlichen Autos konnten ins Freie fahren. Der Tunnel ist in Fahrtrichtung Süden gesperrt, in Fahrtrichtung Norden konnten die Autos schon bald wieder passieren.

Laut Auskunft der Feuerwehr dürfte die Tunnelröhre nicht wesentlich beschädigt worden sein.

ORF NÖ

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