Feuerwehrtragödie: 2.000 trauerten um die Opfer!
Gretzenbach (Schweiz): Unter großer Anteilnahme hat am Samstagnachmittag, 4. Dezember 2004, in Schönenwerd die Trauerfeier für die sieben beim Einsturz einer Tiefgarage in Gretzenbach getöteten Feuerwehrmänner stattgefunden. Vor der Feier trafen Bundespräsident Joseph Deiss und der gesamte Solothurner Regierungsrat die Angehörigen.
und 600 Personen füllten die katholischen Kirche von Schönenwerd bis auf den letzten Platz. Die Feier wurde deshalb auch in die Stiftskirche Schönenwerd, die römisch-katholische Kirche in Gretzenbach sowie in eine Halle auf dem Bally-Areal übertragen. Dort kamen rund 1000 Feuerwehrleute aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten Ausland zusammen. Gesamthaft nahmen an der Feier gegen 2000 Personen teil.
An der Feier wurden die Namen der sieben getöteten Feuerwehrleute verlesen und je eine Kerze für sie entzündet. Die Kirche war mit über einem Dutzend Trauerflor tragenden Feuerwehrfahnen geschmückt. Die Solothurner Regierungspräsidentin, Frau Landammann Ruth Gisi, bezeichnete die sieben Verstorbenen als Idealisten im wahrsten Sinne des Wortes. «Wir werden sie als ganz besondere Vorbilder in unserer Erinnerung behalten», sagte Gisi. Sie sprach ihnen ihre Hochachtung und großen Dank aus für ihr Wirken im Dienst der Allgemeinheit. Dem beim Einsatz schwer verletzten Feuerwehrmann wünscht sie gute und rasche Besserung.
Feuerwehrinspektor Paul Haus, der beim Löscheinsatz in der Tiefgarage vor einer Woche selber dabei war, würdigte im Namen der Stützpunktfeuerwehr Schönenwerd die sieben verstorbenen Feuerwehrleute. Er erinnerte daran, dass Feuerwehrmänner und -Frauen oft unter schwierigsten Bedingungen und unter Einsatz ihres Lebens ihre Aufgaben für die Gemeinschaft erfüllen. Beim tragischen Unfall hätten die verantwortlichen Einsatzleiter mit bestem Wissen und Gewissen sowie mit korrekter Abschätzung von Risiko und Verhältnismässigkeit den Einsatz geleistet. Niemand müsse davon ausgehen, dass bei einem solchen Routineeinsatz die Decke einer Tiefgarage einstürze.
Die Gemeindepräsidenten von Schönenwerd und Gretzenbach machten deutlich, dass das Unglück die ganze Bevölkerung der beiden Dörfer tief erschüttert habe. Der Gretzenbacher Gemeindepräsident Hanspeter Jeseneg bedankte sich auch für das breite Mitgefühl, das die Betroffenen erlebt hätten. «Wir fühlen uns durch diese Hilfe von unseren Nachbarn getragen und in unseren Dörfern ist eine grosse Solidarität gewachsen», sagte er.
