Feuerwehrtragödie: 7 Feuerwehrleute bei Deckeneinsturz getötet!!!
Schweiz: Nach einem Brand und Dacheinsturz in einer Tiefgarage in Gretzenbach SO werden seit dem Morgen möglicherweise sieben Feuerwehrleute vermisst. Zuerst war von fünf, dann von sechs Eingeschlossenen die Rede. Lebenszeichen gibt es keine mehr. Von außen könnten zwei der Verschütteten im Innern der Halle erkannt werden; sie reagierten jedoch nicht, wie am Rande einer Medienkonferenz in Gretzenbach bekannt wurde. Die Chance, die Opfer noch lebend zu bergen, sinkt laut Polizeisprecher Frank Wilhelm zunehmend.
Die Feuerwehr rückte kurz nach sechs Uhr früh aus, weil in der Einstellhalle drei Autos brannten. Gegen 7.30 Uhr brach die Betondecke ein und begrub die Feuerwehrmänner unter sich. Drei von ihnen konnten sich selber befreien. Ein vierter Feuerwehrmann wurde gerettet. Er befindet sich – entgegen erster Angaben – in kritischem Zustand.
Zuerst bestand mit den Eingeschlossenen noch Funk- und Sichtkontakt. Seit etwa 10 Uhr gibt es von den Feuerwehrmännern jedoch keine Lebenszeichen mehr. Der Sichtkontakt war längere Zeit wegen starken Rauchs unterbrochen. Momentan versuchen Spezialisten vor Ort, mit schwerem Baugerät die stark verkeilten Betonteile abzutragen. Derzeit stehen zwischen 80 und 100 Personen von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften im Einsatz. Auch rund 20 Personen der Armee sind vor Ort, wie Stefan Christen, Obersleutnant der Rettungstruppen der Armee, erklärte.
Die sechs eingeschlossenen Feuerwehrmänner gehören zur Stützpunktfeuerwehr Schönenwerd. Ihre Angehörigen und Kollegen von der Feuerwehr werden von einem Care-Team betreut. Die rund 100 Autos fassende Einstellhalle gehört zu einem Mehrfamlienhauskomplex. Auf dem Dach der unterirdischen Einstellhalle befand sich ein Spielplatz. Die Decke brach auf einer Fläche von rund 30 mal 30 Metern ein. Um an die Betontrümmer zu gelangen, musste zuerst rund ein Meter Humus abgetragen werden. 33 Wohnungen wurden wegen der durch den Brand entstandenen Dämpfe vorübergehend evakuiert.
Update ORF-Meldung:
Beim Einsturz der Betondecke einer Tiefgarage sind heute vermutlich sieben Schweizer Feuerwehrleute ums Leben gekommen. Fünf von ihnen konnten bis zum Abend aus der Garage in Gretzenbach im Schweizer Kanton Solothurn nur noch tot geborgen werden. Zwei weitere wurden unter den Trümmern entdeckt, sie gaben keine Lebenszeichen von sich. ‚Wir können davon ausgehen, dass die beiden wahrscheinlich tot sind‘, sagte ein Polizeisprecher.
Die sieben Männer waren zusammen mit vier Kameraden am frühen Morgen mit Atemschutzgeräten in die Garage gegangen, weil dort drei Autos brannten. Plötzlich brach die Betondecke ein. ‚Sie hatten keine Sekunde Zeit. Es gab einen Knall, dann war die Decke unten‘, berichtete ein Feuerwehrmann. Drei Männer konnten sich retten, ein weiterer wurde verletzt geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Er war am Abend außer Lebensgefahr.
Den ganzen Tag über versuchten rund 200 Rettungskräfte, darunter auch Soldaten, mit schwerem Gerät an die Verschütteten heranzukommen. Dichter Rauch und starke Hitze behinderten die Arbeiten. Zunächst musste auch eine fast ein Meter dicke Erdschicht über den Trümmern beiseite geräumt werden. Auf dem Dach war ein Spielplatz angelegt.
Betontrümmer der Decke, von der 900 Quadratmeter eingestürzt waren, hatten sich so verkeilt, dass sie für die Retter eine zunächst unüberwindbare Barriere bildeten.
ORF
Letzte Opfer geborgen:
Aus der eingestürzten Tiefgarage in Gretzenbach SO sind am Samstag kurz vor Mitternacht die letzten zwei Feuerwehrleute tot geborgen worden. Ihre fünf toten Kollegen hatten die Rettungskräfte bereits zuvor herausgeholt. Die Bergung der letzten zwei Verschütteten hatte sich als äußerst schwierig gestaltet, da sie unter ineinander verschobenen Betonplatten begraben waren. Mit großen Baumaschinen habe man die Trümmer der Decke schließlich wegräumen können, sagte die Solothurner Kantonspolizei auf Anfrage. Die Betondecke der Tiefgarage einer Überbauung mit mehreren Wohnblocks war nach einem Brand gegen 7.30 Uhr eingestürzt. Die Unglücksursache ist noch nicht bekannt und wird ermittelt. Die sieben getöteten Feuerwehrleute waren um 6 Uhr mit der Stützpunktfeuerwehr Schönenwerd-Gretzenbach ausgerückt, um drei brennende Autos in der Tiefgarage zu löschen. Während den Löscharbeiten krachte plötzlich die Decke zu Boden und begrub die Männer unter sich. Drei Feuerwehrleute konnten sich aus eigener Kraft aus den Trümmern befreien. Ein vierter Feuerwehrmann wurde gerettet, musste jedoch in kritischem Zustand ins Kantonsspital Aarau überführt werden. Der Mann sei außer Lebensgefahr, erklärte Paul Haus, Einsatzleiter der Solothurner Kantonspolizei, am Abend.
Gretzenbach -> Tragödie bleibt ohne Folgen: Fire-World-Bericht
