Vierer-Gondel abgestürzt
Am frühen Samstagnachmittag – 16. Oktober 2004 – ist eine Gondel der Grünberg-Seilbahn bei Gmunden abgestürzt. Zwei Personen wurden bei dem Unfall verletzt. Ein Mädchen wurde zehn Meter in die Tiefe geschleudert. Knapp 100 Meter oberhalb der Talstation löste sich bei einer unbesetzten Gondel die Verbindung zum Zugseil. Die Kabine raste talwärts und prallte gegen eine nachfolgende Gondel, die mit zwei Personen besetzt war.
Die Passagiere der zweiten Gondel waren eine Großmutter und deren dreijährige Enkeltochter. Durch die Wucht des Aufpralls sprangen die Türen auf, das Mädchen wurde aus der Gondel geschleudert und stürzte zehn Meter tief ab. Das Kind wurde schwer verletzt. Zur gleichen Zeit löste sich auch die unbesetzte Gondel vom Seil und stürzte zu Boden.

Während das Mädchen relativ rasch geborgen werden konnte, musste die ebenfalls verletzte Großmutter möglichst rasch vom Hubschrauber aus der Gondel geborgen werden, denn auch diese Kabine drohte abzustürzen. Das Kind wurde mit dem Rettungshubschrauber in das AKh Linz gebracht, die Großmutter in das Krankenhaus Gmunden.
Nach ersten Informationen aus dem AKh Linz hat das Kleinkind einen Schädelbruch, einen Rippenbruch und Gesichtsverletzungen. Der Zustand wird von den Ärzten aber als stabil bezeichnet. Ein Passagier, der gerade talwärts unterwegs war, musste ebenfalls von der Bergrettung geborgen werden. Der Mann ist unverletzt. Weitere Personen waren zu der Zeit nicht mit der Seilbahn unterwegs. Was die Unfallursache betrifft herrscht noch völliges Rätselraten. Die Seilbahn, die dem Land Oberösterreich gehört, ist erst vor drei Jahren generalsaniert worden. In den über 40 Jahren ihres Betriebes wurde noch nie ein Passagier verletzt.
Die Grünberg-Seilbahn transportiert Passagiere von der Talstation beim Seebahnhof in Gmunden (432 Meter Seehöhe) zur Grünberg-Alm auf 1.004 Meter Seehöhe. 26 Gondeln mit jeweils vier Passagieren sind im Einsatz.

