Technisch

Kohlendioxid-Alarm im Kraftwerk Aschach

Aschach/Donau (Oö): Im Donaukraftwerk Aschach wurden am Vormittag des 26. August 2004 Revisionsarbeiten im gesamten Objekt durchgeführt. Während mehrere Mann in den großen Turbinenräumen beschäftigt waren, wurden auch an den Steuerungseinheiten Wartungsarbeiten durchgeführt. Der Turbinenbereich im Kraftwerk ist mit einer CO2 (Kohlendioxid) – Löschanlage ausgestattet, welches im Falle eines Brandausbruches dafür Sorge trägt, dass das Feuer rasch und beschädigungsfrei durch den Erstickungseffekt abgelöscht wird. Zu diesem Zweck befinden sich auch entsprechend hohe Mengen an CO2 im Kraftwerk.

Im Zuge der Arbeiten dürfte es am späteren Vormittag – vermutlich – zu einem Kurzschluss gekommen sein. Trotz der mehrfachen Absicherung der Löschanlage in Hinsicht auf Fehlalarme führte dieser Zwischenfall dazu, dass die Löschanlage aktiviert wurde. Neben der Aktivierung der Löschanlage wurde gleichzeitig auch die Hausalarmierung ausgelöst, um die im Gebäude befindlichen Mitarbeiter zu warnen. Mehrere Beschäftigte flüchteten darauf hin ins Freie.

Vorläufig wurden die zwei weiter unten beschäftigten Arbeiten noch als vermisst gemeldet und dies auch bei der Alarmierung der Freiw. Feuerwehr Aschach mitgeteilt. Für die Feuerwehrkräfte (ausgerückt mit einem TLF-A 2000, einem TLF-A 1000 sowie einem ASF) bestand höchster Handlungsbedarf, da die Zeit lief. Bis zum Eintreffen am Einsatzort nach bereits wenigen Minuten konnten jedoch auch die beiden Arbeiten ins rettende Freie gelangen.
Die beiden Männer hörten zwar den Alarm nicht, wurden aber aufgrund einer zusätzlichen Sicherungsmaßnahme auf das Aktivieren der Löschanlage aufmerksam. Da CO2 ja geruch- und farblos ist und zur Bewusstlosigkeit führt, sind die CO2 Reserven im Kraftwerk mit einem Zitronengeruch angereichert, welcher beim Aktivieren des Alarms ebenfalls freigesetzt wird. Dieser Geruch machte einen der beiden Arbeiter aufmerksam und beide traten unverzüglich die Flucht an!

Unter schwerem Atemschutz wurde der gesamte Objektbereich von der Feuerwehr Aschach abgesucht und kontrolliert. Vom Oö. Landes-Feuerwehrverband erfolgte zudem die Beistellung eines CO2-Messgerätes, worauf das Gebäude nochmals zwecks Messung der Konzentration des CO2 kontrolliert wurde. Damit soll sichergestellt werden, dass Techniker auch am Wochenende gefahrlos in den Räumlichkeiten arbeiten können.
Die Einsatzkräfte der
FF Aschach konnten am Nachmittag den Einsatz abschließen.

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