Segelboot streifte 30 kV Leitung
Ernsthofen (Nö): Um 15.10 Uhr wurde die FF Ernsthofen am 18. Juli 2004 zu einem Bootsunfall alarmiert. Ein Segelboot hatte eine 30 kV Leitung gestreift! Nach dem Eintreffen am Einsatzort wurde die Erkundung durchgenommen, die ergab das ein Segelboot unter einer 30 KV Stromleitung durchgefahren war. Dabei dürfte ein Stromschlag übergesprungen sein.
2 der Insassen konnten sich selbst mit dem Boot an das Ufer retten und wurden zuerst von der Mannschaft der FF Ernsthofen und dann vom Roten Kreuz und NRW-Steyr versorgt. Einer der Insassen fiel regungslos ins Wasser und ging sofort unter. Die Mannschaft vom A-Boot Ernsthofen suchte sofort großräumig die Einsatzstelle und den Uferbereich ab. Zur gleichen Zeit wurde die Gendarmerie und Tauchgruppe NÖ-West über die BAZ Amstetten angefordert. Nach Eintreffen des Tauchdienstes wurde die Einsatzstelle großräumig am Grund des Flusses bis zum Beginn der Dunkelheit abgesucht. Danach erfolgte eine Einsatzbesprechung, wo beschlossen wurde am nächsten Morgen die Suchaktion weitergeführt wird. 14 Mann standen bis 22.30 Uhr im Einsatz!
Feuerwehrfremde Fahrzeuge: 1 NRW-Steyr, 1 Rettung, Oö. und Nö. Gendarmerie waren vor Ort.

Nachtrag vom Bezirks-Feuerwehrkommando Amstetten: Ein 45-jähriger Mann aus Ansfelden fuhr am 18.07.2004 gegen 14.30 Uhr gemeinsam mit seiner 47-jährigen Gattin und einem 47-jährigen Mann aus St. Florian vom Yachthafen des ASV Enns in Unterhaus, Gemeinde Kronstorf, mit einer Segeljolle ennsaufwärts in Richtung Kraftwerk Mühlrading, Gemeinde Ernsthofen (Bezirk Amstetten). Die drei wollten an diesem Tag, da es sehr windstill war, mit der Segeljolle weiter als sonst üblich fahren. Beim Enns-Kilometer 12,55 befindet sich direkt über die Enns eine30 kV Leitung der Leitung Thurnsdorf-Mühlrading der Ennskraftwerke mit einer maximalen Durchfahrtshöhe von 5 m, auf welche auch durch Hinweistafeln hingewiesen wird.
Die Bedenken des Ehepaares, mit der Jolle unter dieser Leitung durchzufahren, wurden durch das Zureden des 47-jährigen zerstreut, indem er ihnen erklärte, früher schon öfters problemlos unter dieser Leitung durchgefahren zu sein. Somit setzte der 45-jährige die Fahrt mit der Jolle fort. Wie es zu dem tragischen Vorfall gekommen ist, bedarf es noch weiterer Ermittlungen, fest steht, dass entweder der Masten der Jolle die Leitung berührte oder dass ein Übersprungsfunke von der Leitung auf den Masten den Stromschlag auslöste. Durch die Wucht des Stromschlages wurde der 45-jährige rückwärts geschleudert und wurde dabei unbestimmten Grades verletzt. Bedingt durch die Strömung trieb die Jolle kurz flussabwärts, während der 47-jährige versuchte, den Motor zu bedienen. Durch einen neuerlichen Stromschlag wurde der Mann aber aus der Jolle in die Enns gestoßen und versank augenblicklich. Die 47-jährige Frau blieb bei dem ganzen Vorfall angeblich unverletzt. Die Hilfeschreie wurden am Ufer von einem Mann aus Ernsthofen, welcher den Vorfall nicht beobachtet hatte, gehört. Er verständigte mittels Notruf auch die Feuerwehr. Durch den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr Ernsthofen, konnte das Boot mit den beiden Überlebenden geborgen werden. Der 45-jährige wurde mit dem Notarztwagen in das Landeskrankenhaus Steyr verbracht, während seine Gattin mit der Jolle von der Feuerwehr zurück zum Yachthafen des ASV Enns gebracht wurde. Der 47 jährige Helmut W. aus St. Florian wurde von den Feuerwehrtauchern der Tauchgruppe West bis ca. 21.30 Uhr gesucht. Aufgrund der Dunkelheit musste abgebrochen werden. Heute am Montag den 19.Juli wird die Suche weiter fortgesetzt.
