4 Tote nach Decken-Einsturz am Flughafen
Frankreich: Beim Einsturz eines Teils der Überdachung einer Abflughalle auf dem Pariser Flughafen Roissy- Charles de Gaulle sind nach Angaben eines Sprechers der Feuerwehr mindestens vier Personen getötet und drei verletzt worden.
Unter den Toten waren den Angaben zufolge auch Polizisten. Die drei Verletzten waren außer Lebensgefahr. Auf die Nationalität der Toten und Verletzten gab es zunächst keine Hinweise. Bergungshelfer seien im Einsatz, um unter den Trümmern nach Überlebenden zu suchen, teilte der Feuerwehrsprecher mit.
Das LCI-Fernsehen berichtete, dass tonnenschwere Betonbrocken und Stahlteile von der Decke des Terminals 2E herabgestürzt seien. Die Teile sollen über eine Fläche von 1.000 Quadratmetern verstreut sein. Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr stürzten die Deckenteile auf eine Gangway, die wiederum darunter parkende Servicefahrzeuge unter sich begrub.
Neben rund 200 Feuerwehrleuten waren zahlreiche weitere Rettungs- und Polizeikräfte sowie die Armee im Einsatz. Am Flughafen Roissy Charles-de-Gaulle im Nordosten der französischen Hauptstadt trat nach dem Unglück ein Notfallplan in Kraft. Verkehrsminister Gilles de Robien wurde noch am Vormittag in Roissy erwartet.
Wodurch der Einsturz der Decke ausgelöst wurde, blieb zunächst unklar. Das Terminal 2E war erst 2003 eröffnet worden. Die Lounge wird von Passagieren der Fluggesellschaft Air France, aber auch von verschiedenen anderen internationalen Fluggesellschaften genutzt. Mehrere Flüge wurden auf den südlichen Flughafen Orly umgeleitet.
