Brand

Explosionsgefahr bei Gefahrgut-Lkw-Brand

Bischofshofen (Sbg): Dramatischer Einsatz am 02.05.2004 auf der Tauernautobahn bei Bischofshofen: Gegen 22.40 Uhr war auf der Autobahn auf Höhe des Salzlagers im Gemeindegebiet von Pfarrwerfen die Zugmaschine eines Gefahrgut-Lkw in Brand geraten. Vermutlicher Grund dafür war ein Defekt des Turboladers.

Bis zum Eintreffen der für diesen Autobahnabschnitt zuständigen Feuerwehren Werfen und Pfarrwerfen stand das Führerhaus in Vollbrand, das Feuer hatte auch bereits den Tank angegriffen bzw. dessen Außenhaut an der Stirnseite abgeschmolzen.

Aufgrund der Gefahrgutkennzeichnung mit der Stoff-Nummer 1170 (Ethylalkohol) bestand höchste Explosionsgefahr. Gegen 23.00 Uhr wurde der Gefahrgutzug (GSF Pongau aus Schwarzach und Atemschutz Pongau aus Bischofshofen) alarmiert. Atemschutz Pongau errichtete einen ATS-Sammelplatz. Mit der Wärmebild- und der Temperaturmesskamera wurde der beschädigte Tank kontrolliert. Während der Brandbekämpfung und der Bergung des LKW wurde ständig mit 2 Explosionsmessgeräten gemessen. Kurz vor Mitternacht konnte der Brand der Zugmaschine endgültig gelöscht werden.

Anschließend wurde der Sattelauflieger von einem Bergungsunternehmen zu einem nahen Betriebsgelände der Autobahnmeisterei geschleppt. Zum Umfüllen des Ethylalkohols (28.000 l) aus dem beschädigten Tank in einen anderen Tank wurden 2 Trupps mit schwerem Atemschutz und Schutzanzügen der Schutzstufe 3 sowie ein Reservetrupp mit Schutzstufe 2 ausgerüstet.

Während des Einsatzes war die A10 in beiden Richtungen für mehrere Stunden für jeden Verkehr gesperrt. Die Freiwillige Feuerwehr Bischofshofen stand mit 8 Mann und drei Fahrzeugen (Atemschutz, Bus und Last) im Einsatz. Insgesamt waren 5 Feuerwehren (Werfen, Pfarrwerfen, Bischofshofen, St. Johann/Pg. und Schwarzach) mit 93 Mann und 14 Fahrzeugen im Einsatz. Einsatzende war um 04.30 Uhr.

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