Brand

Explosionsgefahr bei Brand eines Tankwagens

Ober-Grafendorf (Nö): Am Dienstag Vormittag, 20. April 2004, wurde die FF Ober-Grafendorf von Florian St. Pölten zu einem langwierigen Einsatz alarmiert. Bereits bei der Alarmierung war jedem klar, dass höchste Gefahr bestand, da bei der Firma Teich sehr viele verschiedene Chemikalien eingesetzt werden.

Am Betriebsgelände war ein Lkw-Lenker damit beschäftigt, Lösungsmittel (UN-Nummer: 1993 – ENTZÜNDBARER FLÜSSIGER STOFF) in seinen Tankwagen zu pumpen, als durch einen technischen Defekt am Lkw plötzlich Lösungsmittel austrat und sich entzündete. Beim Eintreffen der Brandschutzgruppe und der Feuerwehren aus der Umgebung stand die Zugmaschine bereits in Vollbrand. Auch der Lösungsmittelbehälter, aus dem die Chemikalie abgepumpt wurde und der Dieseltank des Lkws fingen Feuer.

Unglücklicherweise stand das brennende Fahrzeug genau unter einer Unterführung mit Rohren, in denen die Lösungsmittel aus den Lagern in die Produktion gepumpt werden. Da kurzfristig eine hohe Explosionsgefahr bestand, wurden vorsichtshalber einige Betriebshallen evakuiert und die Produktion eingestellt. Da durch die hohe Hitzebelastung auch einige Ventile der Leitungen nicht mehr funktionierten, konnte in Teilen der Firma auch nach den Löscharbeiten nicht weiter produziert werden. Durch den raschen Einsatz von großen Mengen Schaummittel konnte die Gefahr rasch eingedämmt werden und ein größerer Schaden verhindert werden.

Alleine von der FF Ober-Grafendorf wurden bei diesem Einsatz ca. 100l Schaummittel aufgewendet.

Eingesetzte Kräfte: Brandschutzgruppe Teich AG, FF Weinburg, FF Ober-Grafendorf, FF Hofstetten-Grünau, FF Wilhelmsburg-Stadt.

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