Überflutungseinsätze nach Tauwetter
Oberösterreich: Knapp zehn Grad plus lassen den Schnee in vielen Landesteilen dahin schmelzen. In den Bezirken Kirchdorf und Steyr-Land hat das Tauwetter in der Nacht zu einigen Überschwemmungen geführt. Der Schnee schmilzt und die Bäche und Flüsse steigen an. Deshalb mussten etwa in Rosenau am Hengstpass und in Spital am Pyhrn in der Nacht die Feuerwehren ausrücken. Das viele Schmelzwasser hatte in Rosenau den Dambach und in Spital die Teichl über die Ufer treten lassen. In beiden Fällen drang das Wasser in Firmengebäude ein, die in der Folge ausgepumpt werden mussten. Zwischen Kleinreifling und Altenmarkt war ab 3.00 Uhr die Eisenbundesstrasse nur erschwert passierbar. Das Schmelzwasser hatte große Mengen Schotter einen Hang heruntergespült und einen Wasserdurchlass unter der Strasse verlegt. Die Straßenmeisterei musste mit einem Bagger anrücken, um die Strasse wieder freizulegen.
Steiermark: Nach dem starkem Regen und der dadurch ausgelösten Schneeschmelze musste in der Nacht auf Dienstag im Bezirk Leoben Hochwasseralarm gegeben werden. In Vordernberg wurden zwei Häuser überflutet. In Traboch wurden Straßen gesperrt, weil zwei Bahnunterführungen überflutet waren. Eine Pkw-Lenkerin konnte gerade noch rechtzeitig aus dem Hochwasser gerettet werden, schildert Rudolf Haas vom Gendarmerieposten St. Michael. „Die Lenkerin war in die Bahnunterführung eingefahren und stecken geblieben. Binnen kürzester Zeit stand der Wagen bis zu einem Meter unter Wasser. Das war sehr gefährlich. Ein Lkw-Lenker hat die Situation sofort erkannt und den Pkw Stoßstange an Stoßstange rückwärts herausgefahren“, so Haas. Später musste die Feuerwehr in Traboch ein zweites Auto bei einer anderen Unterführung aus dem Wasser ziehen. Die Lenkerin dürfte übersehen haben, dass die Unterführung bereits gesperrt war. In Vordernberg wurden in den Morgenstunden zwei Häuser überflutet. Der am stärksten betroffene Hausbewohner ist Anton Planitzer. Er hatte den Wassereinbruch zufällig bemerkt. „Das ganze Parterre ist unter Wasser gestanden. Alle Möbel sind nass. Bei uns geht hinten am Haus ein Bach vorbei. Bei den starken Schneefällen vor ein paar Wochen wurde der Schnee in den Bach geschaufelt. Das Wasser hat sich jetzt gestaut und ist übergetreten. Wenn ich nicht zufällig aufstehe, bemerke ich das Wasser gar nicht, weil unser Schlafzimmer im ersten Stock ist“, schildert der Hausbewohner. Stundenlang war die Feuerwehr damit beschäftigt, das Wasser aus den beiden Häusern abzupumpen.
Salzburg: In Hintersee bei Faistenau mussten Feuerwehren vergangene Nacht zu Hochwasser-Einsätzen ausrücken. Schnee hatte Bachbette verstopft – das Regenwasser konnte nicht abfließen, es drohten Überschwemmungen. Das gestaute Regenwasser drohte Straßen und Häuser zu überschwemmen. 50 Feuerwehr-Männer waren drei Stunden lang im Einsatz, um die Bäche mit Baggern frei zu räumen. Zu größeren Schäden ist es laut Feuerwehr nicht gekommen.
