Rekord bei Nutzwasserversorgungen in Oö
Oberösterreich: Extreme Dürre im Sommer, wenig Regen im Herbst: Immer mehr Brunnen trocknen aus. Freiwillige Helfer von 700 oö. Feuerwehren sind seit Monaten als Durstlöscher im Dauereinsatz. Sie lieferten mit Tankwagen bereits 16 Millionen Liter Trinkwasser.
Das ist laut Hermann Kollinger vom Landesfeuerwehrkommando schon mehr als vier Mal so viel Wasser wie im bisherigen Dürre-Rekordjahr 1994. Von der Trockenheit am meisten betroffen sind auf Hausbrunnen angewiesene Bauernhöfe sowie Einfamilienhäuser in Streusiedlungen des Mühlviertels und höher gelegenen Bereichen der Bezirke Eferding, Schärding, Vöcklabruck, Kirchdorf und Steyr-Land. Ein Ende der bisher 7500 Tankwagen-Einsätze ist nicht absehbar.
„Die Grundwasserpegelstände liegen 30 bis 60 Zentimeter unter dem Mittelwasser – und das trotz des Jahrhunderthochwassers im Vorjahr“, berichtet Johann Walchshofer vom Hydrografischen Dienst des Landes. Viele Besitzer von versiegten Brunnen, vor allem im Mühlviertel, lassen neue bauen. Dazu Gerald Müller, der Leiter der Abteilung Trinkwasserwirtschaft des Landes: „Seit August wurden 482 Anträge eingebracht. Viele Projekte werden bereits realisiert. Das Land fördert Brunnenbauten mit bis zu 3000 Euro.“ Seit Jahresbeginn fiel heuer laut Alexander Ohms von der ZAMG Salzburg in Oberösterreich um zehn Prozent weniger Regen als in Durchschnittsjahren. Die Verdunstung sei wegen des heißen Sommers extrem stark gewesen. Länger anhaltende Landregen seien nicht in Sicht. Ohms: „Am Donnerstag und Freitag sind insgesamt 20 Liter Regen pro Quadratmeter zu erwarten.“
Anmerkung von Fire-World: Die korrekte Bezeichnung würde Nutzwasser anstatt von Trinkwasser lauten!
