Explosionsgefahr in der Brauerei
Wien: In einem ungenutzten Keller auf dem Gelände der Ottakringer Brauerei hat sich hefehältiges Abwasser gesammelt. Die Hefe begann zu gären. Es bestand Explosionsgefahr, die aber mittlerweile gebannt ist.
Die Firma Harmer Hefe GmbH hat eine Produktionsstätte auf dem Geländer der Ottakringer Brauerei. An die 100 Kubikmeter Abwasser aus der Hefeproduktion dürften durch ein gebrochenes Abwasserrohr in den Keller geflossen sein. Der Schaden war offenbar lange nicht aufgefallen, da der Keller laut Feuerwehr nicht mehr genutzt wird. Im Keller hat die Hefe zu gären begonnen. Am Dienstag wurde der Gestank so stark, dass Anrainer die Feuerwehr alarmierten.
Die Messungen der Feuerwehr haben unter anderem eine extrem hohe Konzentration an explosivem und sehr giftigem Phosphorwasserstoff ergeben. Mit Atemschutz ausgerüstete Feuerwehrmänner haben mehrere Tankwagen mit Abwasser aus dem Keller voll gepumpt. Sie wurden zur Zentralkläranlage nach Wien-Simmering gebracht. Der Einsatz hat beinahe acht Stunden gedauert. Erst kurz vor Mitternacht war der letzte Wagen wieder in die Feuerwache eingerückt.
