Brand

Nö: Feuerwehr rettet ein Menschenleben und eine Katze bei Wohnhausbrand

Tribuswinkel (Nö): In den frühen Morgenstunden des 30. Dezember 2014 kam es in Tribuswinkel gegen 05.00 Uhr zu einem Brand in einem Reihenhaus. In dem zweigeschossigen Gebäude wurde noch eine Person vermisst.

Aus derzeit noch unbekannter Ursache brach ein Brand im Gebäude aus. Die ältere Bewohnerin, welche durch das lautete miauen ihrer Katze geweckt wurde, versuchte sich noch selber aus dem Gebäude zu retten. Jedoch wurde ihr aufgrund des bereits total verrauchten Stiegenhauses der Fluchtweg abgeschnitten und flüchtete auf den Balkon im zweiten Obergeschoss. Die Nachbarin aus dem Nebenhaus vernahm die Hilferufe, lief sofort auf die Straße und verständigte über Notruf 122 die Feuerwehr.


Der Einsatzleiter Feuerwehrkommandant Stefan Mitheis wurde von der Nachbarin auf der Straße empfangen und wies die Feuerwehleute ein. Sie teilte den Einsatzkräfte mit, dass sie Hilfeschreie aus dem Haus gehört hatte und eine ältere Dame in dem Haus wohnt. Der Atemschutztrupp bekam den Befehl eine Menschenrettung durchzuführen, gleichzeitig wurde die FF Pfaffstätten nachalarmiert da zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war wie viele Personen sich tatsächlich im Haus befanden und wie weit der Brand bereits vorgeschritten war. Beim Öffnen der Eingangstüre musste festgestellt werden, dass es sich um einen Brand im Erdgeschoss des Hauses handelte und das Haus bereits zur Gänze verraucht war.


Der Atemschutztrupp kämpfte sich durch den dichten Rauch zwei Stockwerke nach oben und durchsuchte jeden Raum. Zu diesem Zeitpunkt betrug die Sichtweite im Gebäude unter 30cm. Im zweiten Obergeschoss konnte der Trupp im Schlafzimmer eine geöffnete Balkontüre entdecken, anschließend am Balkon eine völlig verängstigte Frau in ihre Decke eingewickelt und ihrer Katze am Arm vorfinden. In der Zwischenzeit wurde die Dame von einem weiteren Feuerwehrkameraden über den Garten aus versucht zu beruhigen. Aufgrund der schlechten Witterung wurde von der Rettung über eine 5 Meter hohe Schiebeleiter abgesehen und das Opfer mit einer „Fluchthaube“, welche mit Pressluft aus einen Pressluftatmer eines Atemschutzgeräteträgers gespeist wurde, über das Stiegenhaus ins Freie gerettet.


Während der Menschenrettung konnte ein weiterer Atemschutztrupp den Brand im Badezimmer des Hauses unter Kontrolle bringen und den Weg ins Freie frei räumen. Auch die Katze konnte von den Feuerwehrleuten gerettet werden. Im Freien wurde die Hausbesitzerin vom ebenfalls alarmierten Rettungs- bzw. Notarztteam in Empfang genommen und medizinisch versorgt. „Nach ersten Meldungen der Einsatzkräfte ist die betroffene Dame und ihre Katze wohlauf!“


Mit einem Hochdrucklüfter wurde das total verrauchte Haus druckbelüftet. Mittels Einsatz einer Wärmebildkamera wurden auch die Nachbargebäude kontrolliert und das betroffene Reihenhaus auf Glutnester untersucht. Der Sachschaden im Gebäude dürfte aufgrund des Brandes beträchtlich sein. Die Brandursache ist unklar und wird derzeit von Brandursachenermittlern der Polizei untersucht. Nach einer Stunde im Einsatz konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken. Im Einsatz standen zwei Freiwillige Feuerwehren mit 40 Feuerwehrleuten.

Fotos: Daniel Wirth/BFK Baden und Freiwillige Feuerwehr Tribuswinkel

Bezirks-Feuerwehrkommando Baden

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