Waldbrände in Portugal und Spanien wüten weiter: Feuerwehrfrau gestorben
Portugal / Spanien: Zahlreiche Waldbrände lassen die Feuerwehr auf der iberischen Halbinsel nicht zur Ruhe kommen. Besonders schlimm war die Lage am Freitag, 23. August 2013, in Portugal. Dort war am Vortag eine junge Feuerwehrfrau gestorben.
Wie der nationale Zivilschutz in Lissabon mitteilte, wüteten im Norden und Zentrum des Landes noch fünf größere Waldbrände, die von insgesamt mehr als 800 Feuerwehrleuten bekämpft wurden.
Betroffen waren vor allem die Bezirke Vila Real, Viseu und Castelo Branco. Ein Waldbrand in der Gemeinde Tondela in Viseu konnte unterdessen den amtlichen Angaben zufolge unter Kontrolle gebracht werden. Dort war am Donnerstag eine erst 22-jährige Feuerwehrfrau in den Flammen ums Leben gekommen, die laut Behörden in einem schwer zugänglichen bergigen Gebiet plötzlich die Richtung geändert hatten. Neun ihrer Kollegen wurden verletzt, zwei davon schwer. In Viseu wurden ein Haus und mehrere Schuppen von den Flammen zerstört.
In Spanien gab es am Freitag in Galicien im Nordwesten des Landes nach Angaben der Behörden noch vier Waldbrände. In den Dörfern Puerto Seguro (Provinz Salamanca) sowie Bermillo de Sayago (Provinz Zamora), die am Donnerstag evakuiert worden waren, kehrte inzwischen wieder Normalität ein. Die insgesamt rund 200 Einwohner durften wieder in ihre Häuser. Auch auf der Ferien-Insel Mallorca hatte es diese Woche auf knapp 500 Hektar gebrannt.
In beiden Ländern äußerten die Behörden aber die Überzeugung, mehrere der Waldbrände seien absichtlich gelegt worden. Die portugiesische Polizei nahm am Freitag in Penajoia in Vila Real einen 51-jährigen Arbeitslosen als mutmaßlichen Verursacher eines kleineren Waldbrandes fest. Die Zahl der dieses Jahr in Portugal Festgenommenen erhöhte sich damit laut Behörden auf 38.
