Oö: Hundertschaften beim Aufräumen in Goldwörth
Goldwörth (Oö): 8. Juni 2013 – Am Tag 7 nach dem Hochwasser wird mit Hundertschaften an Helfern weiter intensiv an der Schadensbeseitigung gearbeitet.
Die technische Einsatzleitung der Feuerwehr koordiniert in Goldwörth gemeinsam mit den Stäben der anderen Einsatzorganisationen über 700 Einsatzkräfte, darunter 335 Feuerwehrfrauen und –männer, 100 Mitarbeiter/innen des Roten Kreuzes und Samariterbundes und 273 Mann des Bundesheeres sowie rund 100 Privatpersonen.

Die Arbeiten konzentrieren sich auf das Auspumpen der überfluteten Keller, soweit es der noch sehr hohe Grundwasserspiegel zulässt, sowie das Ausräumen der betroffenen Keller und Wohnräume, heute vor allem in der Ortschaft Hagenau. Dort wird auch gemeinsam mit dem Roten Kreuz und dem Bundesheer an der Wiederherstellung der Wasserversorgung gearbeitet. In den übrigen Ortschaften werden weitere Reinigungsarbeiten durchgeführt, wobei hier zahlreiche Privatpersonen, u.a. das Team Österreich, am Werk sind.
Seitens der Feuerwehr sind heute Feuerlösch- u. Bergeeinheiten, sogenannte FuB-Züge, aus dem Bezirk Braunau im Einsatzgebiet, weiters zahlreiche Feuerwehren aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung und vereinzelt aus den Nachbarbezirken, in Summe 42 Feuerwehren. Versorgt werden die freiwilligen Helfer/innen u.a. durch die mobile Feldküche des Landesfeuerwehrkommandos, die alleine gestern 1.750 Essensportionen zubereitet hat. Der Samariterbund hat ebenfalls eine Feldküche in Betrieb.

In Goldwörth wird u.a. an der Wiederherstellung der Infrastruktur gearbeitet, so werden beispielsweise die Schäden im und um den Kindergarten beseitigt, damit dieser kommende Woche wieder den Betrieb aufnehmen kann. Weiters werden die Straßen mit mehreren Tanklöschfahrzeugen und Wasser aus Güllefässern gereinigt, da es aufgrund der Witterung und des Verkehrs der Einsatz- und Entsorgungsfahrzeuge zu einer großen Staubbelastung kommt. Im Ort wird unter anderem die Tiefgarage eines Wohnhauses ausgepumpt, die Notstromversorgung betrieben und auch heute ölverseuchtes Material beseitigt.

In Feldkirchen a.d.Donau und in Ottensheim sind in Summe acht überörtliche Feuerwehren eingeteilt. Am Sonntag, den 9. Juni, werden die Aufräumarbeiten etwas vermindert aber im notwendigen Ausmaß weitergehen.
