Medien / Fotografen

Steiermark: Kollision im Herzogbergtunnel: Um Rettungsgasse gebettelt

Steiermark: Zwei Osttiroler Soldaten waren beim Unfall im Herzogbergtunnel als Ersthelfer „mitten im Blechchaos“. Sie sagen: „Die Einsatzkräfte haben quasi darum betteln müssen, dass die Autos zur Seite fahren.“

„Zwei junge Mädchen standen weinend vor dem Tunnel und schrien verzweifelt, dass ihre Eltern noch im Tunnel seien.“ So beschreiben die zwei Osttiroler Soldaten Stefan Frömel und Alfred Unterasinger vom Jägerbataillon 24 in Lienz, Szenen, die sich ihnen bei der Massenkarambolage im Herzogbergtunnel boten. Verkeilte Autos, bis zur Tunneldecke übereinandergestapelt, geschockte Unfallopfer und mitten drin die beiden Osttiroler als Ersthelfer. „Wir haben die Opfer sofort aus dem Tunnel geschickt“, sagt Unterasinger.

Während er sich um eine im Wrack eingeklemmte Mutter mit ihrem Kind kümmerte, ging Frömel von Auto zu Auto, um nach weiteren Verletzten zu suchen. Ein Lkw-Fahrer war in der Fahrerkabine eingeklemmt. Frömel: „Er wollte nicht aussteigen. Als er jedoch den Trümmerhaufen bemerkte, verließ er im Laufschritt den Tunnel.“

„Unsere größte Angst war, dass es zu brennen anfängt. Deshalb haben wir kontrolliert, ob Benzin ausrinnt“, sagt Unterasinger. 15 Minuten nach dem Unfall traf der Notarztwagen und die Feuerwehr ein. Frömel: „Die Rettungsgasse hat wieder einmal nicht funktioniert. Die Einsatzkräfte haben quasi darum betteln müssen, dass die Autos zur Seite fahren.“

Kleine Zeitung
Unfall Herzogbergtunnel (Bericht hier auf Fireworld.at)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert