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Ktn: Feuerwehrtag 2013 des Bezirkes St. Veit an der Glan

St. Veit an der Glan (Ktn): Im Rahmen der Volksabstimmung zur Wehrpflicht gerieten die Feuerwehren in Zusammenhang mit dem örtlichen aber auch überörtlichen Brand- u. Katastrophenschutz in den Fokus der allgemeinen – politischen Diskussion.

Dass der Feuerwehrbezirk St. Veit/Glan fortschrittlich denkt und am „Puls der Zeit“ ist, zeigte der Bezirksfeuerwehrtag am 22. Februar 2013 in Passering.

Der Einladung von Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ing. Egon Kaiser Msc und dem Bürgermeister der Gemeinde Kappel/Krappfeld, Martin Gruber, folgten unzählige Vertreter aller Feuerwehren des Bezirkes, der Landesfeuerwehrkommandant Stv. Hugo Irrasch, der Bezirkspolizeikommandant Horst Jessenitschnig, der Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Herbert Marktl, aber auch Vertreter der Politik und Behörde, als es galt, dass Feuerwehrjahr 2012 Revue passieren zu lassen.

Schwere Verkehrsunfälle, Großbrände, Hilfeleistungen aller Art und Naturgewalten forderten im vergangenen Einsatzjahr die 2.151 Feuerwehrmitglieder aller 47 Feuerwehren, davon 4 Betriebsfeuerwehren, des Bezirkes St. Veit/Glan.

Freiwillig stellten sich die Florianijünger, gut ausgebildet durch eine vielfältige Aus- u. Weiterbildung auf Bezirks- u. Landesebene, den 2.156 Einsätzen (535 Brandeinsätze / 1.621 technische Einsätze) und leisteten insgesamt rund 28.000 ehrenamtliche Stunden. Dabei wurden 42 Menschen und 8 Tiere gerettet und Sachwerte in der Höhe von rund 2,1 Millionen Euro beschützt. Die Helfer der Nächstenliebe erbrachten so für die Allgemeinheit eine unentgeltliche Gesamtleistung in der Höhe von rund 14 Millionen Euro.

Um auch die zukünftigen Herausforderungen an Feuerwehrmitglieder und Gerätschaften, die aus den steigenden Anforderungen sowie aus einem erweiterten Einsatzspektrum resultieren, bewältigen zu können, reagiert der Feuerwehrbezirk St. Veit/Glan nicht nur mit dem Engagement von 164 Jugendlichen in 19 Jungfeuerwehren.

Durch die Bildung einer „Überörtlichen-Einsatz-Einheit“ arbeiten in Zukunft alle Feuerwehren noch effektiver und effizienter zusammen. Dadurch kann nicht nur die Finanzierbarkeit des Gesamtsystems gewährleistet werden, sondern vor allem auch tatkräftige Hilfe im Bundesland Kärnten und darüber hinaus angeboten werden. Hier stellten sich alle Bürgermeister und Gemeinden des Bezirkes geschlossen hinter ihre Feuerwehr und gaben damit ein richtungsweisendes Signal an die Landes- und Bundespolitik.

Vor 3 Jahren bildete der Bezirksfeuerwehrtag den Ausgangspunkt, sich dem Thema „Freiwillige Hilfe während der Arbeitszeit“ anzunehmen. Kooperativ gestalteten Unternehmen und Feuerwehren eine mögliche Lösung, dass auch während der Arbeitszeit Hilfe geleistet werden kann, ohne gleich die berufliche oder wirtschaftliche Existenz von Feuerwehrmitgliedern aber auch Unternehmen zu gefährden. Nun wird dieses Thema in der Landes- und Bundespolitik aufgegriffen und hoffentlich zur Sicherheit der Bevölkerung einer zufriedenstellenden Lösung für alle Beteiligten zugeführt.

Mit einer sicherheitsbringenden Kooperation reagiert das Bezirksfeuerwehrkommando St. Veit/Glan auf das Umdenken in der Energiewirtschaft: Durch eine positive Förderpolitik, nimmt die Produktion und Installation von Solar- und Photovoltaikanlagen zu. Die Gefahren die von solchen Anlagen jedoch ausgehen, werden aber leider unterschätzt – schwere Unfälle in der jüngsten Vergangenheit rüttelten die Feuerwehren und Sachverständigen in ganz Europa auf. Gemeinsam mit Vertretern der KELAG und renommierten Unternehmen aus der Energiebranche wird derzeit in einem einzigartigen Pilotprojekt, ein Vorzeigemodell und Maßnahmenpaket entwickelt, dass die Gefahren von Photovoltaikanlagen für Betreiber, aber auch Einsatzkräfte, vermindert bzw. abwehrt.

Bei einem nicht alltäglichen Einblick in die Arbeit der Feuerwehr mit ihren unzähligen Aufgabenbereichen, konnte Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Ing. Egon Kaiser MSc zum Abschluss des Bezirksfeuerwehrtages 2013 ein positives Resümee ziehen und zeigte sich nicht nur bei den Ehrungen verdienter Feuerwehrkommandanten stolz, dass alle Feuerwehrmitglieder des Bezirkes jederzeit bereit stehen, um Hilfe zu leisten und gemeinsam anzupacken.

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