Deutschland: Stiefelgeld für freiwillige Feuerwehr sorgt für Streit
Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland): Sollten freiwillige Feuerwehrmänner und -frauen pro Einsatz eine pauschale Aufwandsentschädigung erhalten oder nicht? An dieser Frage scheiden sich in den Kommunen von Mecklenburg-Vorpommern die Geister.
Trotzdem führen immer mehr Gemeinden das sogenannte Stiefelgeld ein. Zuletzt die Gemeinde Süderholz bei Grimmen: Dort bekommt seit 1. Januar 2013 jedes Mitglied der Feuerwehr pro Einsatz 7,50 Euro.
In Greifswald sind es fünf Euro, in Wolgast drei. In Sassnitz auf Rügen können die aktiven Mitglieder der Feuerwehr sich seit 2010 sogar generell über 20 Euro im Monat freuen – wenn sie die nötigen Qualifikationen vorweisen und die Lehrgänge besuchen.
Doch in vielen Gemeinden sorgte der Vorschlag einer pauschalen Entschädigung auch für hitzige Diskussionen – selbst unter den Feuerwehrleuten. „Ich persönlich halte gar nichts davon“, erklärt Heino Kalkschies, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes. Er befürchtet Missgunst und neue Bürokratie. Außerdem sei es eine „freiwillige, ehrenamtliche und unbezahlte Tätigkeit“.
Anmerkung von Fireworld.at: In Österreich sind derartige Gepflogenheiten nicht bekannt und freiwillige Feuerwehrleute auch wirklich freiwillig aktiv.
