Tirol: Mit Lift und Pistenbully zum Großbrand des Berggasthofes

Imst (Tirol): Der 19. Dezember 2012 begann für die Einsatzkräfte der Freiw. Feuerwehr der Stadt Imst bereits um 03:15 Uhr mit einem Brandmeldealarm. Dieser konnte rasch abgearbeitet werden und beim Abrücken kam per Funk die Meldung der Leitstelle Tirol über eine Rauchentwicklung im Bereich des Dachstuhls der Untermarkter Alm (03:46 Uhr).
Der Einsatzleiter ließ daraufhin die Feuerwehr Imst mittels Pager nochmals mit dem Stichwort Gebäudebrand alarmieren. Der Löschzug vom Brandmeldealarm machte sich sofort auf dem Weg nach Hoch Imst.
Keine Zufahrt für Feuerwehrfahrzeuge: Der Melder, ein Bergbahnmitarbeiter, wartete dort bereits mit einem Skidoo auf die Einsatzkräfte. Die Zufahrt zum Brandobjekt war aufgrund der Schneelage für die Feuerwehrfahrzeuge nicht möglich. Beim Eintreffen des Einsatzleiters bei der Untermarkter Alm flackerten bereits meterhohe Flammen aus den Fenstern des Obergeschoßes.

Mit Lift, Sikdo und Pistenbully zum Feuer: Um ca. 04:06 Uhr wurde bereits der Lift von den Bergbahnen in Betrieb genommen. Über diesen Lift, einem Skidoo und zwei Pistenbullys wurden Schläuche, Armaturen, Gerätschaften und Personal von der Talstation zur Mittelstation geshuttelt.
Aufgrund des fortgeschrittenen Brandes wurde um 04:11 Uhr vom Einsatzleiter Sirenenalarm für Imst angefordert. In der Zwischenzeit konnte am Einsatzort die Wasserversorgung über einen Hydranten gesichert werden.

Zu diesem Zeitpunkt befanden sich schon zwei Atemschutztrupps im Innenangriff bei der Brandbekämpfung, ein weiterer vor Ort als Rettungstrupp. Zur Beistellung wurde ein Team des Rettungsdienstes zum Brandobjekt befördert, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten.
Die Feuerwehr Tarrenz wurde um 04:54 Uhr zur Unterstützung mit Atemschutzträgern über die Leitstelle Tirol nachalarmiert.
Abbruch des Innenangriffs: Ab zirka 05:15 Uhr war eine Brandbekämpfung im Innenangriff nicht mehr möglich. Die Zwischendecke sowie der Dachstuhl waren plötzlich stark einsturzgefährdet. Ab diesem Zeitpunkt wurde ein umfassender Außenangriff gestartet. Das dazu benötigte Löschwasser konnte über die Beschneiungsanlage aufgebracht werden.

Im Hintergrund wurden bereits ATS-Reserveflaschen, Verpflegung für die Einsatzkräfte sowie schweres Gerät zum Abriss des Dachstuhls organisiert.

Bis zum Eintreffen des Baggers konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Im Laufe des Vormittags wurde der gesamte Dachstuhl abgetragen und laufend abgelöscht.
Um zirka 13:30 Uhr konnte vom Einsatzleiter „Brand aus“ gegeben werden.

Die Einsatzkräfte der FF Imst blieben noch für Nachlöscharbeiten bis 17 Uhr vor Ort. Um 23:00 Uhr begab sich nochmals eine Mannschaft zum Brandobjekt, um eventuell noch vorhandene Glutnester abzulöschen.
Freiw. Feuerwehr der Stadt Imst

