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Oö: Wenn selbst härteste Feuerwehrmänner noch wirklich weich werden

Wels (Oö): Firefighter-Challenge: Spektakuläre Premiere bei der Rettermesse 2012 – Organisator Krenn will in zwei Jahren wieder nach Wels kommen.

Feuerwehrmänner sind Kerle, die aus besonderem Holz geschnitzt sind: Sie sind bereit, ihren Mann zu stehen, wenn es darauf ankommt. Sie riskieren ihr Leben, wenn es gilt, Menschen zu retten. Sie haben ein weiches Herz, um Trost zu spenden. Und sie leben eine Gemeinschaft, die ihresgleichen sucht.
Jenen Feuerwehrmann aber, der aus dem härtesten Holz geschnitzt ist, galt es bei der Rettermesse in Wels herauszufiltern: Bei der Österreich-Premiere der „Firefighter Challenge“ ritterten 120 Starter – unter ihnen auch drei Frauen – um den Titel „Österreichs härtester Feuerwehrmann“. Mehr als 1500 Zuschauer waren von diesem spektakulären Event, der in den USA seit Jahren die Massen anlockt, begeistert. „Das werden die härtesten zwei Minuten für die 120 Kameraden“, sagte der vierfache Feuerwehrweltmeister und Organisator Herbert Krenn bereits vor dem Start.

Jeder Starter ist ein Held
Um es vorweg gleich zu verraten: Selbst die härtesten Jungs aus Österreich bissen sich am Zwei-Minuten-Limit ihre Zähne aus. Nicht so der Slowene Domen Pavlic, der den schweißtreibenden Parcours in sagenhaften 1:41,13 Minuten absolvierte und damit US-Boy Justin King um 27 Hundertstel distanzierte. Aber die sind beide keine Österreicher und dürfen als Profis bezeichnet werden.
Die besten Feuerwehrleute Österreichs glänzten ebenso mit studiogestählten Vorzeigekörpern, die Zwei-Minuten-Schallmauer blieb für sie aber unantastbar. Am schnellsten waren zwei Steirer: Thomas Krenn (2:06,00), Neffe des Weltmeisters, siegte vor Manuel Gössler (2:08,40). Als bester Oberösterreicher kam Klaus Kollmann (FF Kappern/Marchtrenk) in 2:14,95 auf Rang vier.
„Der Bewerb bringt dich an deine Grenzen“, sagte der Welser Florian Grebien (27) nach seinem 4:10 Minuten langen Einsatz: „Ich bin an sich sportlich. Aber da habe ich geglaubt: Jetzt fall ich gleich um!“ In den Augen von Gattin Christine (23) war er dennoch ein Sieger: „Du warst super“, lautete die Kurzanalyse mit vielversprechendem Wimpernschlag. Ein Statement, das Organisator Krenn vollinhaltlich unterstützt: „Jeder Starter hier ist ein Held. In zwei Jahren wiederholen wir diesen Bewerb in Wels!“

Firefighter-Challenge
1:41,13 Minuten: An diese Zeit des Slowenen Domen Pavlic kam niemand mehr heran.
120 Starter: 117 Feuerwehrmänner und drei Frauen waren in Wels am Start.
Die Firefighter-Challenge beginnt mit einem Sprint inklusive 19 Kilo schwerer Schlauchrolle auf einen zwölf Meter hohen Turm, von wo aus eine weitere Schlauchrolle hochgezogen wird. Danach muss mit einem 4-Kilo-Hammer ein 72,5 Kilo schweres Gewicht eineinhalb Meter nach hinten geschlagen werden.
Es folgt ein 42,5 Meter langer Slalom, anschließend wird ein Löschschlauch 22,8 Meter weit gezogen, um danach mit dem Wasserstrahl ein Ziel zu treffen.
Als finalen Höhepunkt muss eine 79,4 Kilogramm schwere Puppe 30 Meter weit rückwärts geschleppt werden. Das alles in Feuerwehrmontur inklusive Atemschutzgerät!

http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,982310 (mit Bilderstrecke)

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