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Österreich: Kaum Ausfälle bei Probealarm 2012

Am Samstag, 6. Oktober 2012, ist der jährliche bundesweite Zivilschutz-Probealarm durchgeführt worden. Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr heulten wieder 8.203 Sirenen gleichzeitig in ganz Österreich. 99,56 Prozent der Sirenen bestanden den Test.

Keine Ausfälle gab es demnach im Burgenland, in Vorarlberg und in Wien. In Oberösterreich funktionierte lediglich eine von 1.430 Sirenen nicht, in Tirol waren es zwei von 964. Österreichweit streikten 0,44 Prozent der Sirenen, beim Probealarm 2011 waren es 0,33 Prozent. „Die Ausfälle werden wieder gemeinsam mit den Bundesländern zum Anlass genommen, Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen“, gab das Innenministerium in einer Aussendung bekannt.

Die Bedeutung der Warnsignale
Zugleich wollte man die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale vertraut machen. Zunächst heulten für 15 Sekunden alle Sirenen „probeweise“. Dann folgte ein drei Minuten anhaltender Dauerton, der im Ernstfall vor einer herannahenden Gefahr warnt. Hier sollte man in einer echten Krisensituation das Radio oder den Fernseher einschalten, um sich über entsprechende Verhaltensmaßnahmen zu informieren.
Ein 60 Sekunden dauernder auf- und abschwellender Heulton bedeutet anschließend „Alarm“. Im Ernstfall wären hier schützende Räumlichkeiten aufzusuchen und die über Radio und TV durchgegebenen Maßnahmen zu befolgen. „Entwarnung“ bedeutet der abschließende, eine Minute anhaltende Dauerton. Entsprechende Zusatzinformationen erfolgen wieder über Hörfunk und Fernsehen.

Flächendeckendes Alarmsystem
Österreich verfügt über ein gut ausgebautes Warn- und Alarmsystem, das vom Bundesministerium für Inneres gemeinsam mit den Ämtern der Landesregierungen betrieben wird. Damit hat Österreich als eines von wenigen Ländern eine flächendeckende Sirenenwarnung.
Die Signale können derzeit über 8.203 Feuerwehrsirenen abgestrahlt werden. Die Auslösung der Signale kann je nach Gefahrensituation zentral von der Bundes-warnzentrale im Einsatz- und Krisenkoordinationscenter des Bundesministeriums für Inneres, von den Landeswarnzentralen der einzelnen Bundesländer oder den Bezirkswarnzentralen erfolgen.

ORF

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