Medien / Fotografen

Seychellen: Costa Kreuzfahrtschiff treibt nach Brand vor Seychellen

Seychellen: Rund eineinhalb Monate nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs „Costa Concordia“ ist auf einem anderen Luxusschiff des Unternehmens Costa Crociere ein Brand ausgebrochen.

Die „Costa Allegra“ mit rund 1.000 Menschen an Bord treibe derzeit, 27. Februar 2012, ohne Antrieb vor den Seychellen im Indischen Ozean, teilte die italienische Küstenwache am Montagnachmittag mit. Der Brand entwickelte sich im Motorraum der Costa Allegra, die sich zu diesem Zeitpunkt 20 Meilen von Alphonse Island entfernt befand, teilte die italienische Reederei Costa Crociere, Betreiber des Kreuzfahrtschiffes, mit. Das Schiff habe Alarm geschlagen, die Mannschaft konnte selbst die Flammen löschen. Das System zur Brandbekämpfung habe bestens funktioniert. Der Costa Allegra sei ein Tankschiff zu Hilfe gekommen.

Schlepper sollen Lage an Bord überprüfen
Costa Crociere teilte weiters mit, dass als Vorbeugungsmaßnahme Generalalarm an Bord ausgerufen worden sei. Einige Schlepper hätten bereits den Luxusliner erreicht, um die Lage an Bord zu überprüfen, so die Reederei. Drei Handelsschiffe sowie zwei Fischerboote seien auf dem Weg zu der „Costa Allegra“, und die Behörden der Seychellen schickten Schlepper und ein Flugzeug, teilte die Zentrale der Küstenwache mit. Alle Passagiere seien wohlauf, teilte die in Genua beheimatete Kreuzfahrtgesellschaft mit. An Bord befanden sich 636 Passagiere verschiedener Staatsangehörigkeit und 413 Crew-Mitglieder. Das Schiff war am Samstag von Diego Suarez abgefahren und fuhr in Richtung des Hafens Victoria (Mahe/Seychellen). Die Ankunft dort war für Dienstag geplant.

Weiterer Schlag für Reederei
Die 188 Meter lange und 28.597 Tonnen schwere „Costa Allegra“ wurde 1992 gebaut. Das Schiff mit acht Decks zählt 399 Kabinen und kann bis zu 1.400 Personen an Bord haben. Der Brand an Bord der „Costa Allegra“ ist ein weiterer harter Schlag für Costa Crociere nach dem Unglück der „Costa Concordia“. Die Aktien von Costa Crocieres Mutterkonzern, der US-Reederei Carnival Corporation, meldeten Montagnachmittag an der Börse in New York deutliche Kursverluste.

Erst vor sieben Wochen war das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ mit 4.200 Personen an Bord vor der Küste der toskanischen Insel Giglio havariert. 25 Personen kamen ums Leben, weitere sieben werden noch vermisst. An Bord befanden sich 77 Österreicher, die sich retten konnten.

ORF.at

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert