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Ktn: Nächtlicher Großalarm wegen Gasunfall in Klagenfurt

Klagenfurt (Ktn): Über eine Stunde lang heulten in der Nacht auf Freitag, 26. August 2011, in Klagenfurt immer wieder die Sirenen: Beim Abbau eines Zirkuszeltes am Südring wurde eine Gasleitung beschädigt, erst gegen 23.00 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden.

Zirkusmitarbeiter schlug Nagel in Gasleitung
Großalarm in Klagenfurt kurz nach 21.00 Uhr: Ein Zirkusmitarbeiter hatte Alarm geschlagen, als beim Entfernen einen Zelt-Herings plötzlich unter lautem Zischen Gas aus dem Boden zu strömen begann. Der Zelt-Hering – er war bereits vor etwa sechs Wochen angebracht worden – hatte die Gasleitung in 80 Zentimeter Tiefe beschädigt. Als er schließlich entfernt wurde, konnte das Gas ungehindert ausströmen. Durch den beigemischten Geruchsstoff war das gas auch in einer Entfernung von mehr als einem Kilometer noch wahrnehmbar.

„Habe Angst bekommen und bin weggelaufen“
Michael Lauenburger – er ist der Sohn des Zirkusdirektors – führte die Arbeiten am Zelt durch. Er sagte gegenüber dem ORF Kärnten: „Wir haben für unser Tierzelt einen großen Hering eingeschlagen, heute habe ich ihn wieder rausgezogen und sofort ist Gas ausgeströmt“. „Ich bin sofort weggelaufen, weil ich Angst bekommen habe. Ich habe die Polizei gerufen. Ein Zigarettenfunke und es wäre alles in die Luft gegangen, hat die Feuerwehr gesagt. Fünf Minuten und das Leben wäre vorbei gewesen“, so Lauenburger weiter.

Feuerwehr: Keine Gefahr für Bevölkerung
Explosionsgefahr bestand laut Feuerwehr in unmittelbarer Umgebung, Gefahr für die Anrainer bestand laut Harald Winkler, dem Einsatzleiter der Gaswerke, nicht. „Die Situation war nicht sehr gefährlich, weil es im Freien passiert ist. Wenn so etwas in der Nähe von Gebäuden passiert, ist es schlimmer. Wir hatten die Sache im Griff“. Insgesamt traten durch das Leck etwa 15.000 Kubikmeter Erdgas aus, so die Stadtwerke.

Strom im ganzen Stadtteil abgeschaltet
Im gesamten Stadtteil musste der Strom abgeschaltet werden, um einen Funkenschlag zu vermeiden. Noch in den Nachtstunden waren die Stadtwerke mit Reperaturarbeiten beschäftigt. Diese konnten gegen 3.00 Uhr abgeschlossen werden. Auch der Südring ist wieder frei befahrbar.

ORF Kärnten

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