Deutschland: Schon der siebte Bus der Marke Citaro in Flammen aufgegangen
Berlin (Deutschland): Zwölf Passagiere und der Fahrer saßen im Gelenkbus der Linie 277, als schwarzer Qualm aus dem Motorraum quoll. Es ist wohl einem aufmerksamen Autofahrer zu verdanken, dass es danach zu keiner Feuer-Katastrophe gekommen ist …
Die Rixdorfer Straße in Mariendorf, gegen 11.15 Uhr des 23. Oktober 2010. Der 277er-Bus Richtung Strandsiedlung Marienfelde ist in voller Fahrt, als Rauch aus dem Motorraum dringt. Ein Autofahrer, der hinter dem Gelenkbus fährt, bemerkt den Qualm. Er überholt, hupt, gibt dem Busfahrer Lichtzeichen. Der stoppt kurz vor der Haltestelle Friedhof Mariendorf, sieht bereits Flammen am hinteren Ende lodern. Sofort drängt er die Fahrgäste, auszusteigen und schnell wegzugehen. Er ahnt, was dann passiert. In kurzer Zeit steht der Bus lichterloh in Flammen. Die Feuerwehr löscht, übrig bleibt nur ein verkohltes Gerippe. Zum Glück wurde niemand verletzt.Wie in allen sieben Fällen ist auch diesmal ein Citaro-Bus, gebaut von einem Tochterunternehmen der Daimler AG, betroffen. „Allerdings erstmals ein 15 Meter langer, 3-achsiger Gelenkbus“, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz. Fünf der abgebrannten Busse stammen alle aus einer Baureihe, bei denen der Motor senkrecht steht. Das führt zu einem Kamineffekt, bei dem sich ein Brand besonders schnell entwickeln kann.Bisher hatte die BVG vor allem diese Baureihe als Problem angesehen, und baute Wärmefühler ein, die den Fahrer bei Motorüberhitzung rechtzeitig warnen sollen. Das jetzt mit dem Gelenkbus (Baujahr 2002) ein zweites Mal auch eine andere Baureihe betroffen ist, macht das Bus-Problem bei der BVG noch größer.
