Tirol: Bauernhof in Kitzbühel in Vollbrand

Kitzbühel (Tirol): Am Montagabend des 15. Februar 2010 wurde die Feuerwehr Kitzbühel zu einem Gebäudebrand in die Marchfeldgasse gerufen. Von weiten sah man schon dichten Rauch aufsteigen. Sofort wurde Sirenenalarm durchgeführt.
Vor Ort stellte es sich heraus, dass ein alter Bauernhof in Vollbrand stand. Die FF Aurach wurde zur Unterstützung nachalamiert. Mittels HD-Rohre und C-Rohre wurde der Brand von außen bekämpft. Als dieser unter Kontrolle war, wurde mittels Atemschutz im inneren des Gebäudes der Brand gelöscht. Um 05.30 Uhr konnte die Einsatzbereitschaft wieder vollständig hergestellt werden.

Eingesetzt:
FF Kitz: neun Fahrzeuge
FF Aurach: vier Fahrzeuge
Rettung Kitz
Polizei Kitz
BFI Ritter H
BFKDO Stv Berger W
Bürgermeister Dr. Winkler
Freiw. Feuerwehr Kitzbühel
Freiw. Feuerwehr Aurach

Bericht in der Tiroler Tageszeitung
Kitzbühel – Gestern, kurz vor 23 Uhr, wurde die Feuerwehr Kitzbühel zu einem Großbrand in der Marchfeldgasse gerufen. Schon beim Eintreffen der Wehr standen der Stall und der Wirtschaftstrakt in Vollbrand. „Es war sofort klar, dass in diesem Teil nichts mehr zu machen war. Deshalb haben wir gleich die Nachbarhäuser geschützt und noch versucht den Wohnteil des Bauernhauses zu retten. Aber auch das ist uns nicht mehr gelungen“, erklärt der Kitzbüheler Feuerwehrkommandant Alois Schmidinger.
Das Haus wurde von einer vierköpfigen Familie bewohnt, die zwei Kinder und die Frau mussten vom Roten Kreuz Kitzbühel wegen des Verdachtes auf Rauchgasvergiftung in das Krankenhaus St. Johann gebracht werden. Der Hausbesitzer blieb beim Brandort.

Die Feuerwehr Kitzbühel war mit 60 Mann und neun Fahrzeugen zu dem Brand ausgerückt, zur Verstärkung wurde auch noch die Nachbarfeuerwehr aus Aurach alarmiert. Diese Unterstützte die Kitzbüheler mit 20 Mann und drei Fahrzeugen. Für die Feuerwehrmänner gestaltete sich der Einsatz besonders schwierig.
„Es war ein sehr heißer Brand mit vielen Brandnestern die in mühevoller Kleinarbeit beseitigt werden mussten“, schildert Schmidinger. Auch hatten sie mit den tiefen Temperaturen zu kämpfen. So drohten die Schläuche einzufrieren und selbst die Lichtmasten bereiteten Probleme. „Das Löschwasser ist sogar an der Hauswand gefroren, es hat ausgesehen wie in einer Tropfsteinhöhle. Auch die Männer waren völlig durchnässt und durchfroren“, sagt der Feuerwehrkommandant. Erst um 5.15 Uhr konnte Brand aus gegeben werden. Die Brandermittler der Polizei sind derzeit vor Ort, die Brandursache steht noch nicht fest.
Die Mutter und ihre beiden Kinder konnten am Dienstag das Krankenhaus bereits wieder verleassen. (aha)
