D: Binnentankschiff mit 1500 Tonnen Schweröl drohte zu sinken
Hamburg (Deutschland): Ein deutsches Binnentankschiff ist am Samstag, dem 28. November 2009, auf der Elbe bei Hamburg leckgeschlagen und drohte zu sinken. Die etwa 85 Meter lange «Volker» hatte rund 1500 Tonnen Schweröl…
… geladen, wie Feuerwehrsprecher Peter Braun berichtete. Etwa 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserschutzpolizei sicherten den Havaristen, um eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Öl trat jedoch nicht aus. Ein Besatzungsmitglied wurde verletzt.
Das Tankschiff aus Magdeburg war am Samstagmorgen offenbar durch ein unbekanntes Unterwasserhindernis im Bug unterhalb der Wasserlinie aufgerissen worden. Durch das etwa drei mal zehn Zentimeter große Leck nahe dem Querstrahlruder drang so rasch Wasser in den Rumpf, dass das Schiff beim Eintreffen der Feuerwehr bereits bedrohlichen Tiefgang angenommen hatte. Der Havarist machte am Zollenspieker Hauptdeich im Südosten Hamburgs fest. Dabei quetschte sich ein Crewmitglied die Hand und musste mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.
Durch den massiven Einsatz von Pumpen wurde ein Sinken des Binnenschiffes verhindert. Spezialtaucher der Feuerwehr setzten ein sogenanntes Lecksegel, um das Loch in der Bordwand provisorisch abzudichten. Überlegungen, den Tanker noch am Zollenspieker Hauptdeich zu entladen, mussten die Einsatzkräfte verwerfen, da durch das mit der Ebbe ablaufende Wasser die Strömung zu stark wurde und das Schweröl zu dickflüssig war.
Am Nachmittag war das Leck soweit abgedichtet, dass der Havarist wieder schwimm- und manövrierfähig war. In Begleitung zweier Löschboote der Feuerwehr fuhr der Binnentanker aus eigener Kraft zum Hamburger Petroleumhafen.
