Deutschland: Fast eine Million seltener Fischeier bei Brand zerstört
Salgen (Deutschland): Fast eine Million Eier seltener Süßwasser-Fische sind am Montagmorgen, 23. November 2009, bei einem Brand im schwäbischen Fischereihof in Salgen im Unterallgäu vernichtet worden. Der schwäbische Fischereiberater Oliver Born stand am Morgen vor dem völlig zerstörten Bruthaus, dem Herzstück der Lehr- und Aufzuchtanstalt.
«Fast eine Million Eier haben wir letzte Nacht verloren, und das hat erhebliche Folgen für viele vom Aussterben bedrohte Fische», klagte Born. Denn es handle sich um die Brut von zum Teil höchst gefährdeten Fischarten, «darunter die Rutte, der einzige dorschartige Süßwasserfisch bei uns», aber auch Huchen, Nasen, Barben und viele andere wurden vernichtet.
Im schwäbischen Fischereihof werden im Rahmen von Artenhilfsprogrammen vom Aussterben bedrohte Fische nachgezüchtet, unter anderem auch für ein Seeforellenprojekt am Bodensee. «Niemand weiß im Moment, wie es hier weiter geht», sagte der Fischereiexperte. Der Gebäudeschaden wird auf mindestens 175.000 Euro geschätzt, der zerstörte Fischlaich auf 25.000 Euro. Acht Feuerwehren aus der Umgebung waren mit rund 100 Mann im Einsatz. Doch die große Aufzuchtanlage konnte nicht gerettet werden.
